Parken


Informationen und Antworten rund um das Thema Parken in München finden Sie hier.

Die Überwachung des ruhenden Verkehrs führen in München die Polizei und das Kreisverwaltungsreferat (Kommunale Verkehrsüberwachung, KVÜ) durch.
Die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) des KVR überwacht an Werktagen von Montag bis Samstag von 9 - 23 Uhr das Parken in der Altstadt, einer Vielzahl der Parklizenzgebiete und in der Messestadt Riem.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizei liegt die Überwachung des ruhenden Verkehrs im Bereich Hauptbahnhof sowie in den nicht von der KVÜ kontrollierten Parklizenzgebieten und den Bereichen ohne Parkraumbewirtschaftung im Stadtgebiet.

Die ersten beiden Stunden kann das E-Fahrzeug in allen Gebieten, die unter das städtische Parkraummanagement fallen, kostenlos abgestellt werden. Diese Regelung gilt in allen Parklizenzgebieten der Stadt München für das Parken am Straßenrand. Zwingende Voraussetzung ist, dass an dem Fahrzeug ein E-Kennzeichen angebracht ist.

Hierfür reicht die Auslage einer Parkscheibe aus. Das kostenfreie Parken ist allerdings auf eine Höchstdauer von zwei Stunden begrenzt. D.h., wer länger als zwei Stunden sein Fahrzeug abstellen will, muss nach spätestens zwei Stunden zurückkehren und einen gebührenpflichtigen Parkschein lösen – vorausgesetzt die vor Ort festgesetzte Höchstparkdauer wird nicht überschritten. Die Regelung der zwei kostenfreien Stunden ist auch über die Smartphone-App „Handyparken“ verfügbar. Wird das E-Fahrzeug länger als zwei Stunden geparkt, verrechnet die App die kostenfreien Stunden automatisch. Auch hier gilt selbstverständlich, dass die vor Ort festgesetzte Höchstparkdauer beachtet werden muss.

Mit dem Parkraummanagement steuert die Stadt München das Parkraumangebot und die Parkraumnachfrage. Mit verkehrsrechtlichen Maßnahmen nimmt sie Einfluss auf die Parkraumnutzung, zum Beispiel indem sie Parkplätze kostenpflichtig macht oder Bewohner*innenparkbereiche ausweist. Hierbei wird insbesondere auf die Effizienz, die Wirtschaftlichkeit und die Verträglichkeit des Parkraumangebots geachtet. Mit Verträglichkeit ist hier unter anderem auch gemeint, dass Parkangebote auch nur da geschaffen werden, wo sie benötigt werden und somit eine Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt.

Im Rahmen des Parkraummanagements führt die Stadt beispielsweise bezahltes Parken auf Parkplätzen ein, weist Bewohnerparkbereiche aus oder reduziert das Parkangebot. Das ist unter anderem auch nötig, um im Sinne der Verkehrswende in München mehr Platz für umweltfreundliche Mobilität, zum Beispiel Radfahren oder öffentlichen Nahverkehr, zu schaffen.

Der öffentliche Raum in München ist knapp, gleichzeitig besteht ein hoher Parkdruck. Entsprechend hat Raum in München generell einen hohen Wert. Parkplätze auszuweisen und sie zu unterhalten verursacht der Verwaltung zudem Kosten. Darüber hinaus sind Parkgebühren ein wichtiges Steuerungsinstrument. So kann die Stadt den Parksuchverkehr reduzieren und dazu beitragen den Pendlerverkehr auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel, wie beispielsweise den öffentlichen Nahverkehr, zu lenken.
Übrigens: Im internationalen Vergleich sind die Parkgebühren in München äußerst günstig.

München wächst stetig, so vergrößert sich auch die Anzahl der in München zugelassenen Fahrzeuge. Gleichzeitig hat sich München im Rahmen der Verkehrswende vorgenommen, den Anteil des umweltfreundlichen Verkehrs auf 80 Prozent zu erhöhen. Für die zusätzlichen Radwege, Busstreifen und Tramlinien wird ebenfalls Platz benötigt, so dass sich der Parkraum in München in den kommenden Jahren verkleinern wird.

Den Bewohnerparkausweis beantragen Sie bei der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ). Näheres zur Antragstellung (wie das Antragsformular und Ähnliches) finden Sie unter www.muenchen.de/parken.

Gemäß § 12 Abs.1 Nr.1 StVO ist das Halten (und damit auch das Parken) in engen Straßenabschnitten nicht zulässig. Die ständige Rechtsprechung legt eine verbleibende lichte Durchfahrtsbreite von zirka 3 Meter für die Restfahrbahn zugrunde.

Die Stadt München hat bislang 69 Parklizenzgebiete ausgewiesen (Stand Dezember 2021). Innerhalb dieser Gebiete setzt die Stadt München bedarfsgerechte Parkregelungen wie das Anwohner*innenparken oder bezahltes Parken um.

Die Gebiete in der Altstadt und um den Hauptbahnhof sind keine Parklizenzgebiete im Sinne des § 45 StVO (Straßenverkehrsordnung). Für Bewohnende dieser Viertel, die für ein auf sie zugelassenes Kraftfahrzeug über keinen privaten Stellplatz verfügen, kann eine - gebührenpflichtige -Ausnahmegenehmigung nach § 46 StVO erteilt werden. Die Ausnahmegenehmigung ist bei der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) zu beantragen.

Näheres hierzu finden Sie unter www.muenchen.de/parken.  

Gemäß § 12 Abs. 3a StVO (Straßenverkehrsordnung) ist mit Kraftfahrzeugen über 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht sowie mit Kraftfahrzeuganhängern über 2 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht unter anderem in reinen und allgemeinen Wohngebieten innerhalb geschlossener Ortschaften das regelmäßige Parken in der Zeit von 22 bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen verboten.

Verstöße gegen dieses gesetzliche Parkverbot stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die von der Polizei geahndet wird.
Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 7,5 Tonnen fallen dagegen nicht unter das Parkverbot. Sie dürfen – sofern sie zugelassen und betriebsbereit sind – legal dort parken.

Die Einrichtung allgemeiner Behindertenparkplätze kommt dort in Betracht, wo Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Inhaberinnen und Inhaber der blauen Parkerleichterung für Schwerbehinderte besonders häufig auf einen Parkplatz angewiesen sind. Dies ist beispielsweise in der Nähe von Krankenhäusern, orthopädischen Arztpraxen, physiologischen Praxen, Geschäften, Bahnhöfen, Museen oder Behörden gegeben, da Schwerbehinderte hier oft keine Parkmöglichkeit finden und deshalb unzumutbar weite Wege gehen müssen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass überall dort, wo es wünschenswert wäre, ein Behindertenparkplatz eingerichtet werden kann.

Schwerbehinderte mit dem blauen Parkausweis bekommen noch weitere Erleichterungen gewährt. So dürfen sie zum Beispiel in den Bereichen, die mit dem eingeschränkten Haltverbot (Zeichen 286 StVO) gekennzeichnet sind, bis zu drei Stunden bei sichtbarer Auslegung des Parkausweises parken.

Eine Reservierung von öffentlich gewidmeten Straßenflächen zu Gunsten eines bestimmten Personenkreises ist nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung mit Ausnahme von Schwerbehinderten mit einer Ausnahmegenehmigung oder - unter besonderen Voraussetzungen – für Einsatzfahrzeuge zum Beispiel von Polizei und Rettungsdienst - nicht zulässig.
Auch die Anmietung von Parkplätzen auf öffentlichem Verkehrsgrund ist rechtlich nicht möglich.

Grundsätzlich ist das Parken auf dem Gehweg verboten. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht jedoch die Möglichkeit vor, das Parken (in der Regel mit zwei Rädern) auf dem Gehweg durch eine entsprechende Beschilderung und Markierung zuzulassen.

Dafür müssen jedoch eine Reihe von Voraussetzungen vorliegen:

  • Für Fußgehende muss zwischen Parkmarkierung und Grundstücksgrenze eine lichte Breite von mindestens 1,60 Meter verbleiben, die auch nicht durch zum Beispiel Stromkästen, Laternenmasten oder ähnliches eingeschränkt sein sollte.
  • Für die parkenden Fahrzeuge gilt ein maximales zulässiges Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen.
  • Der Gehweg muss aufgrund seines baulichen Zustandes geeignet für eine Befahrung sein. Der Bodenbelag muss also die entsprechende Belastbarkeit aufweisen.
  • Des Weiteren dürfen keine darunter liegenden Leitungen beschädigt werden. Schachtdeckel oder sonstige Verschlüsse müssen zugänglich bleiben.
  • Dazu darf die Bordsteinhöhe nur eine Höhe haben, durch die keine Beschädigung an Kraftfahrzeugen beim Befahren des Gehweges entstehen können.

Eine Parkbeschränkung des Parkens auf Pkw ist im Sinne der Straßenverkehrsordnung (StVO) nur dort zulässig, wo von geparkten Fahrzeugen eine Gefährdung des fließenden Verkehrs - auch des Linienverkehrs oder des Fußverkehrs - ausgeht. Auch das Abstellen von Großfahrzeugen gehört in einer Großstadt zum Alltag und stellt keine über ein übliches Maß hinausgehende Gefährdung dar.

Wohnmobile und Wohnanhänger nehmen – wie andere Fahrzeuge auch – legal am ruhenden Verkehr teil, wenn sie zugelassen und betriebsbereit sind und nicht zu verkehrsfremden Zwecken (beispielsweise Wohnzwecken) auf öffentlichem Verkehrsgrund abgestellt werden.
Wohnmobile können bei Vorliegen dieser Voraussetzungen im Rahmen der Verkehrsvorschriften des § 12 der Straßenverkehrsordnung (StVO) parken. Mit Wohnanhängern ohne Zugfahrzeug hingegen darf – außer an entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen – nicht länger als zwei Wochen an einer Stelle geparkt werden (§ 12 Abs. 3b StVO ). 

Für die Errichtung und den Unterhalt von Pfosten und Pollern im öffentlichen Straßenraum liegt die Zuständigkeit beim Baureferat.

Parkscheinautomaten werden nach den Vorgaben des Referates für Stadtplanung und Bauordnung und des Kreisverwaltungsreferates vom Baureferat geplant, aufgestellt und gewartet. Die Aufstellung erfolgt in Abstimmung mit dem jeweiligen Bezirksausschuss.

P+R-Anlagen werden aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) gefördert. Für den Bau von P+R-Anlagen werden Mittel aus der städtischen Stellplatzrücklage verwendet und auch aus diesem Grund sind die Anlagen zweckgebunden für Nutzende des ÖPNV. Zweck und wirtschaftliches Ziel einer Entgelterhebung ist zum Beispiel, die Nutzenden einer P+R-Anlage auch an diesen Betriebskosten zu beteiligen. Durch die Entgelterhebung auf allen P+R-Anlagen wird erreicht, dass das Defizit, das aus den Steuermitteln gezahlt werden muss, verringert wird.
Die Inhabenden von Monats- oder Jahresparkkarten werden bereits gefördert, da sie deutlich vergünstigt auf den P+R-Anlagen parken können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.parkundride.de

Bei einem Anhänger, der dem Anschein nach nur zum Zwecke der Werbung im öffentlichen Straßenraum abgestellt wurde, kann es sich um eine unerlaubte Sondernutzung und damit eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz (BayStrWG) handeln.
Für die Ahndung abgestellter Werbeanhänger und deren Entfernung auf öffentlichem Verkehrsgrund ist das Baureferat zuständig.

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