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Neue Nutzung von Flächen in der Stadt

Sommerstraßen

Allgemeine Informationen

Die Münchner Sommerstraßen wurden zum ersten Mal im Jahr 2019 am Alpenplatz erprobt. Im Sommer 2020, unter dem Eindruck der Corona-Pandemie, wandelte die Stadtverwaltung vierzehn Straßen in verschiedenen Stadtteilen zu Spielstraßen oder verkehrsberuhigten Bereichen um. Auch 2021 kehren die Sommerstraßen zurück: Diesmal werden zehn neue Sommerstraßen eingerichtet. Bekräftigt wurde dies durch die Entscheidung des Stadtrats Ende 2020.

Sommerstraßen sollen im gesamten Münchner Stadtgebiet entstehen und zusätzliche Bereiche für Aufenthalt, Begegnung, Spiel und Bewegung in der Nähe des eigenen Wohnorts bieten. Gerade im Sommer laden Sommerstraßen dazu ein, sich an der frischen Luft zu bewegen und Straßenräume einmal anders als bisher zu nutzen.

Die Sommerstraßen kommen als konsum- und eventfreie Räume in Wohnortnähe insbesondere den Bewohner*innen vor Ort zu Gute kommen und schaffen mehr Platz in der Stadt. Kinder bekommen einen Ort zum Spielen. Die Stadtverwaltung übernimmt die Organisation, Verkehrsanordnung und Ausstattung der Bereiche mit stadteigenem Mobiliar. Die Gestaltung erfolgt in Abstimmung mit den Bürger*innen und dem örtlichen Bezirksausschuss. Die Nutzung und Gestaltung der Räume soll dabei gern durch eigene Initiativen aus der Nachbarschaft, wie Spielaktionen oder Eröffnungsfeste, ergänzt werden.

Bei der Gestaltung der Sommerstraßen gibt es zwei Möglichkeiten:

Bei Spielstraßen sind für mehrere Wochen keine Fahrzeuge auf der Fläche zugelassen, auch Parken ist hier in dieser Zeit nicht möglich. Die Fläche steht daher ganz dem Spiel, der Bewegung und dem Aufenthalt zur Verfügung. Die Spielstraßen bieten gerade Kindern in den Sommerferien zusätzlichen Raum.

In temporären verkehrsberuhigten Bereichen dürfen alle Verkehrsteilnehmer*innen die Fahrbahn benutzen. Fußgänger*innen haben allerdings Vorrang und Fahrzeuge fahren in Schrittgeschwindigkeit. In diesen Bereichen soll der Fokus auf dem Aufenthalt und einer anderen Aufteilung des Straßenraums zugunsten von Fußgänger*innen und Radfahrenden liegen. Kinderspiele sind in verkehrsberuhigten Bereichen möglich, aber da weiterhin auch Autos in verkehrsberuhigten Bereichen zulässig sind, ist dennoch besondere Aufmerksamkeit geboten.