Öfter mal was Neues: Immer neue Projekte, die das Radfahren angenehmer machen

Projekte rund ums Rad

Projekte rund ums Rad

Projekte wie die Grüne Welle oder der Grüne Pfeil für Radfahrende haben das Radfahren in München an einigen Stellen bereits angenehmer gemacht. Doch damit ist bei uns noch lang nicht Schluss. Mit ständig neuen Projekten versuchen wir das Radfahren in unserer Stadt immer komfortabler und sicherer zu machen. Alle Pilotprojekte werden sorgfältig evaluiert. Die neuen Erkenntnisse sind gerade dann wichtig, wenn es um Anpassungen der Regelwerke für den Radverkehr im Sinne der Radler*innen geht.

Nach einer erfolgreichen Testphase 2018/2019 gibt es auf der Schellingstraße nun eine grüne Welle für Radfahrer. Seit September 2019 sind auch die Ampeln in der Kapuzinerstraße zwischen Baldeplatz und Lindwurmstraße sowie in der Adalbertstraße als grüne Welle für Radfahrende geschaltet. Aktuell beschäftigt sich zudem auch die Universität der Bundeswehr im Rahmen einer Dissertation mit dem Thema. Das Mobilitätsreferat unterstützt die Arbeit mit Ampel-Daten. An neun Kreuzungen wird zudem derzeit der Grüne Abbiegepfeil für Radfahrer getestet.

Überblick über aktuelle weitere Projekte
Die Landeshauptstadt und der Landkreis München untersuchen momentan, wie eine Radschnellverbindung von der Innenstadt durch den Münchner Norden nach Garching und Unterschleißheim ermöglicht und umgesetzt werden kann. Parallel wird derzeit untersucht, wie und wo Radschnellverbindungen von der Innenstadt Münchens in Richtung Dachau, Markt Schwaben, Oberhaching, Starnberg und Fürstenfeldbruck möglich sind. (Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie HIER.)

Im April 2019 ist das Pilotprojekt "Fahrrad-Servicestation" gestartet. So stehen am Memminger Platz und am Isarradweg Luftpumpen und Werkzeug für kleine Reparaturen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es an verschiedenen Standorten in der Stadt öffentliche Luftpumpstationen für Fahrräder. (Eine Karte und weitergehende Informationen finden Sie HIER.)

Auch beim Fahrradparken führt das Mobilitätsreferat ein Pilotprojekt durch, das bis 2023 laufen wird: Das ParkenDual. Mit diesem Test aus dem Bereich des "temporären Fahrradparkens" will die Stadt den Bürger*innen eine Parksituation bieten, die zu den wechselnden Abstellbedürfnissen vor Ort passt. Je nach Tages- oder Jahreszeit sind Parkplätze an aktuell sechs Pilotstandorten abwechselnd für das Abstellen von Autos oder Fahrrädern ausgewiesen. Durch die doppelte Verwendung derselben Flächen soll der begrenzte öffentliche Raum möglichst optimal genutzt werden. ParkenDual will darüber hinaus dazu beitragen, dass die Barrierefreiheit auf Fußwegen erhöht und das Stadtgrün geschont wird. ParkenDual wird in zwei unterschiedlichen Varianten getestet: Im Tag-Nacht-Wechsel und im Sommer-Winter-Wechsel. (Mehr Information hierzu finden Sie HIER.)

Um zu verstehen, in welchem Ausmaß Roteinfärbungen von Radwegen das Sicherheitsgefühl bei Radfahrenden erhöhen und die Akzeptanz dieser baulichen Veränderungen beeinflussen, wurde ab Mitte 2019 ein entsprechender Pilotversuch auf zwei Strecken im Münchner Stadtgebiet gestartet. Die Landeshauptstadt München hatte an zwei Pilotstrecken Radverkehrsanlagen angelegt, die auf begrenzten Streckenabschnitten rot eingefärbt wurden. Dabei handelt es sich um:

  • die Marsstraße zwischen Seidl- und Pappenheimstraße. Hier wurde ein neuer durchgehend Radfahrstreifen mit rotem Asphalt auf einer Länge von circa 600 Meter erstellt. Im Vorher-Zustand bestanden beidseitige Radwege. Die Umsetzung erfolgte Ende 2019.
  • die Chiemgaustraße zwischen Rosenheimer und Balanstraße. Der baulich abgetrennte Radweg hinter einem Grünstreifen mit Bäumen wurde durchgehend auf circa 820 Meter mit rotem Asphalt saniert. Im Vorher-Zustand bestand der Radweg bei gleicher Breite aus nicht eingefärbtem, relativ hellem Asphalt hinter Grünstreifen. Die Umsetzung erfolgte im Sommer 2019.

Diese Maßnahmen wurden durch eine wissenschaftliche Evaluation begleitet. Dabei sollte betrachtet werden, ob durch derartige Lösungen die Verkehrssicherheit erhöht wird und welche weiteren Wirkungen entstehen. Anhand der Evaluationsergebnisse soll eine Entscheidungsgrundlage für den Münchner Stadtrat abgeleitet werden mit Empfehlungen, ob und in welchem Umfang weitere Roteinfärbungen von Radverkehrsanlagen in München sinnvoll sind. Den Abschlussbericht zur Evaluierung der beiden Maßnahmen  - eine Kurzversion sowie den Gesamtbericht  -  finden Sie in der gelben Infobox zum Download.

 

 

 

 

Nützliche Infos

Kontakt

Mobilitätsreferat
radverkehr@muenchen.de