Der Münchner Radentscheid

Maßnahmen

Fahrrad

Gebsattelstraße

Zwischen dem Mariahilfplatz und der Regerstraße (Gebsattelberg) wird die Sicherheit für den Radverkehr gemäß Stadtratsbeschluss vom 22. Juli 2026 verbessert. Die Stadtwerke München planen derzeit, die Fernwärme in diesem Abschnitt 2027 auszubauen. Um Synergieeffekte der Bautätigkeiten auszuschöpfen, wird die Straßenraumumgestaltung mit den Fernwärmearbeiten verknüpft, sodass wir mit einer Umsetzung der neuen Radverkehrsinfrastruktur am Gebsattelberg nach derzeitigem Stand ab Mitte / Ende 2027 rechnen.

Ausgangssituation

Im Moment gibt es an der Gebsattelstraße nur stadtauswärts, das heißt bergauf, Schutzstreifen. Bei der weiteren Planung muss der Buslinienverkehr beachtet werden.  Ihr Abstand zu den parkenden Autos ist zu gering, sodass die Gefahr von Dooring-Unfällen besteht. Außerdem ermöglicht die bloße Markierung des Schutzstreifens zu enges Überholen und verbotenes Parken „in zweiter Reihe“ und schränkt so die Sicherheit für den Radverkehr am Gebsattelberg ein. Auch bergab besteht im Mischverkehr die Gefahr von Dooring-Unfällen.

Grundzüge der Planung

Als Teil der Radentscheid-Maßnahme Gebsattelstraße wird als vorgezogene kostengünstige Maßnahme im Bereich des Gebsattelberges bergauf (statt der bisherigen bloßen Markierung) zukünftig ein baulicher Radweg mit einer Breite von 2,30 m eingerichtet. Dieser Radweg auf Fahrbahnniveau erhält zum Kfz-Verkehr hin einen 80 cm breiten Sicherheitstrennstreifen in Form von zirka 8 cm hohen Betonklebeborden, die ein Überfahren oder widerrechtliches Parken auf dem Radweg verhindern.

Bergab wird der Radverkehr weiterhin im Mischverkehr geführt, da sich hier die Geschwindigkeiten von Kraftfahrzeugen und Rad aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h und des Gefälles angleichen. Die angrenzenden Parkbuchten werden mit Ausnahme von sechs Parkplätzen aufgelöst, um die Gefahr von Dooring-Unfällen bergab zu verringern.

Die nun beschlossene Planung hat damit das Ziel, vor einer möglichen (späteren) umfassenden baulichen Neugestaltung, möglichst kurzfristig und kostengünstig die Situation für den Radverkehr am Gebsattelberg bereits teilweise zu verbessern. Der jetzige Eingriff wird folglich so gestaltet, dass eine unkomplizierte, bauliche Erweiterung und. Anpassung der Verkehrsinfrastruktur zu einem späteren Zeitpunkt weiterhin möglich bleibt.

Der Gehweg bleibt in seiner derzeitigen Breite von fast durchgehend drei Metern unverändert. Die Sichtbarkeit querender Fußgänger*innen auf der Strecke wird für den motorisierten Verkehr und den Radverkehr bergab wesentlich verbessert.

Im Rahmen der Auer Dult wird wie bisher dreimal jährlich ein Teil des Mischparkbereichs in der Zeppelinstraße zu einem Anwohnerparkbereich umgewandelt, um den Parkdruck auszugleichen, der durch mit der Dult entfallende Parkplätze und Händler, die mit Ausnahmegenehmigung im Umfeld im Mischparkbereich parken dürfen, entsteht. Für den fließenden Kfz-Verkehr ergeben sich mit weiterhin einer Fahrspur pro Richtung keine wesentlichen Änderungen, sodass auch für den Busverkehr, der diese Fahrspuren benutzt, keine negative Auswirkungen erwartet werden. Die Belange des Brandschutzes wurden bei der Planung selbstverständlich wie immer berücksichtigt.

Es besteht die Möglichkeit, bei Bedarf an der Ecke Gebsattelstraße / Am Herrgottseck zusätzlich Fahrradabstellmöglichkeiten zu ergänzen. Bei entsprechendem Bedarf kann außerdem auf der Südseite der Gebsattelstraße zwischen der Brücke Hochstraße und Regerstraße die Anordnung einer Lieferzone geprüft werden.

Straßen-Steckbrief
Straße Gebsattelstraße
Anzahl Fahrstreifen eine je Fahrtrichtung
Verkehrsstärke Kfz/24h zirka 11.000/24 Stunden - abnehmende Tendenz
Verkehrsstärke Rad zirka 3.000/ 24 Stunden - steigende Tendenz
Streckenlänge in km 0,3 km
Radverkehrsinfrastruktur Bestand stadtauswärts (bergauf) Schutzstreifen, stadteinwärts (bergab) keine Radverkehrsanlagen
Bemerkung

Buslinienverkehr (keine Haltestellen im Bereich der Maßnahmen)

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