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Entspannter statt Erste*r

Neun Tipps

Sobald der Berufsverkehr stockt, steigt das eigene Stresslevel. Das muss nicht sein. Mit Tricks lässt sich der Weg in die Arbeit deutlich entspannter meistern, weiß Verkehrspsychologe Dr. Brucks.

1. Besser planen

Zeitdruck stresst. Jede Abweichung kann in solchen Situationen zur Eskalation führen. Wer kann, sollte sich deswegen nicht auf den letzten Drücker auf den Weg machen. Hilfreich kann es auch sein, Stoßzeiten zu vermeiden, wann immer das möglich ist.

2. Imaginäre Strichliste

Wer von sich weiß, dass er im Verkehr teilweise zu unfreundlich ist, kann sich vornehmen, daran gezielt zu arbeiten – ganz unabhängig davon, ob man mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist. Man könnte sich zum Beispiel vornehmen, in fünf Situationen besonders nett zu sein und dies dann jeweils auf seiner gedanklichen Strichliste abhaken.

3. Entspannungstechniken nutzen

Wer auf dem Weg zur Arbeit gestresst ist, kann es auch mit gezielten Entspannungstechniken versuchen. Da gibt es eine ganze Reihe von Übungen. Geregeltes und tiefes Atmen ist zum Beispiel eine hervorragende Methode, um sich unterwegs zu entspannen.

4. Vorrausschauend unterwegs

Auf den ersten Blick hat das eher etwas mit Sicherheit zu tun. Aber: Müssen wir weniger abrupte Manöver ausführen, hilft uns das auch dabei, zu entspannen und umweltschonend ist es auch noch.

5. Blickkontakt aufnehmen 

Das ist mein kleiner Geheimtipp. Wenn ich zum Beispiel über die Straße gehe, versuche ich, immer Blickkontakt aufzunehmen und mich freundlich zu verständigen. Und: Auch bedanken ist wichtig, wenn alles gut geklappt hat.

6. Routine durchbrechen

Man sollte die Reise nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern als Teil des Ziels verstehen. Abwechslung hilft dabei. Zum einen kann man die Routen verändern, aber auch die Art, wie man sie zurücklegt – mal zu Fuß und mit der Tram, dann wieder mit dem Rad.

7. Vom Stress ablenken

Hilfreich kann es sein, sich vom Stress abzulenken. Es kann schon reichen, einfach die Stadt oder die Landschaft zu genießen. Im Auto funktioniert es auch, Hörbücher und Musik zu hören oder ein Bonbon zu lutschen. Wichtig ist, den Stress nicht an sich ranzulassen.

8. Partner statt Gegner

Man sollte sich klarmachen, dass der Verkehr ein gemeinsames Projekt ist, bei dem alle sicher von A nach B wollen. Dazu können alle ihren kleinen Beitrag leisten. Sprich: Entweder kann man sich daran als gute Kolleg*innen oder beteiligen oder als Trittbrettfahrer*in aggressiv unterwegs sein.

9. Frische Luft

Der Spruch ‚Bleib cool!‘ kommt nicht von ungefähr. Hitze macht einen aggressiver. Im Auto kann es ratsam sein, die Klimaanlage im Wagen etwas runter zu drehen oder frische Luft über das Fenster reinzulassen.

Dr. Wernher Brucks ist Sozial- und Verkehrspsychologe. Er leitet den Bereich Verkehrssicherheit der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich und koordiniert den strategischen Schwerpunkt des Stadtrats „Sicher Velofahren“. Darüber hinaus ist er Sicherheitsbeauftragter für die Straßeninfrastruktur und führt Präventionsprojekte in verschiedenen Bereichen durch. Darunter zum Beispiel die Kampagne "Grosi an Bord", mit der eine bessere Stimmung im Straßenverkehr erreicht werden soll.

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