Ab August 2024 war die Weißenburger Straße zwischen dem Weißenburger und Pariser Platz für ein Jahr eine Fußgängerzone. Sie wurde mit Pflanzgefäßen, Sitzgelegenheiten, Radabstellanlagen und Hochbeeten umgestaltet. Die Testphase endete am 29. Juli 2025. Der Straßenabschnitt wurde danach wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und damit auch wieder für den allgemeinen Kfz-Verkehr freigegeben.
Am 27. Januar 2026 fand eine weitere Informationsveranstaltung zur Testphase der Fußgängerzone statt. Bei dieser Veranstaltung stellte das Mobilitätsreferat allen interessierten Anwohner*innen und Gewerbetreibenden die Ergebnisse der durchgeführten Evaluation vor.
Zur Bewertung der testweisen Fußgängerzone wurden umfassende verkehrliche und nutzerbezogene Erhebungen vor und während der Testphase durchgeführt.
Vor der Testphase 2023/2024 und während der Testphase 2025:
Zusätzlich während der Testphase 2025:
Die Präsentation zur Veranstaltung mit den wichtigsten Ergebnissen finden Sie über den Link im untenstehenden Downloadbereich.
Was sind die nächsten Schritte?
Die Evaluationsergebnisse und das Feedback aus den Informationsveranstaltungen, Bürgersprechstunden und E-Mails fließen in die Beschlussvorlage ein, die Mitte des Jahres den politischen Gremien vorgelegt werden soll.
Der Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen hat sich im Februar 2021 für die Umgestaltung der Weißenburger Straße zur Fußgängerzone ausgesprochen und das Mobilitätsreferat mit der Planung und Umsetzung beauftragt. Im Februar 2024 erfolgte der Beschluss zur Durchführung einer Testphase.
Die ergebnisoffene Testphase diente vor allem dazu, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln. Das Feedback der Anlieger*innen war daher auch während der Testphase wichtig und wird bei der Auswertung berücksichtigt.
Bereits im Vorfeld fand am 12. Oktober 2023 eine Diskussions- und Öffentlichkeitsveranstaltung für Gewerbetreibende und am 23. Oktober für Bürger*innen statt. Aufgrund des großen Interesses wurde eine zusätzliche digitale Veranstaltung am 23. November 2023 angeboten. Ziel der Veranstaltungen war es, bereits frühzeitig Fragen, Bedenken und Anregungen zu den Planungen aufzugreifen und in die Ausgestaltung einfließen zu lassen.
Während der Testphase fanden drei Bürgersprechstunden des Mobilitätsreferats zur Fußgängerzone in der Weißenburger Straße statt. Nachdem bei den ersten beiden Sprechstunden im September und Oktober 2024 insgesamt rund 40 Personen anwesend waren, nutzten im Januar 2025 ungefähr 25 Bürger*innen und Gewerbetreibende die Möglichkeit, ihre Fragen und Anliegen direkt an Vertreter*innen des Bezirksausschusses und des Mobilitätsreferats zu richten.
In Einzelgesprächen berichteten die Anwesenden von ihren Erfahrungen der ersten Monate der Testphase, Anregungen und Lösungsvorschläge wurden diskutiert. Unter anderem gab es zu den Zufahrtsregelungen und zum Radverkehr in der Fußgängerzone Gesprächs- und Klärungsbedarf. Aber auch das Verhalten der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmenden in der neuen Fußgängerzone beschäftigte die Menschen vor Ort.
Am 26. Mai 2025 informierte das Mobilitätsreferat gemeinsam mit dem Bezirksausschuss bei einer Informationsveranstaltung rund 200 interessierte Bürger*innen und Gewerbetreibende über die nächsten Schritte bei der Testphase der Fußgängerzone in der Weißenburger Straße.
Während der gesamten Testphase konnten auch Feedback und Fragen an ein für das Projekt eingerichtetes E-Mailpostfach geschickt werden.
| 12. Oktober 2023 | Diskussions- und Öffentlichkeitsveranstaltung für Gewerbetreibende |
| 23. Oktober 2023 | Diskussions- und Öffentlichkeitsveranstaltung für Bürger*innen |
| 23. November 2023 | Digitale Zusatzveranstaltung |
| 18. September 2024 | 1. Bürgersprechstunde |
| 16. Oktober 2024 | 2. Bürgersprechstunde |
| 22. Januar 2025 | 3. Bürgersprechstunde |
| 9. April 2025 | Info-Stand Kampagne „Miteinander mit Herz“ |
| 26. Mai 2025 | Informationsveranstaltung für Anwohner*innen und Gewerbetreibende |
12. Juli 2025 | Info-Stand des MOR auf dem Abschlussfest |
27. Januar 2026 | Informationsveranstanstaltung für Anwohner*innen und Gewerbetreibende |

Da es sich bei der Testphase der Fußgängerzone um einen Probebetrieb handelte, wurde der Straßenraum baulich nicht umgestaltet. Die bisherigen Parkseiten wurden als neue Aufenthaltsräume gewonnen. Auf diesen neuen Flächen wurden Sitzbänke, Hochbeete, Radabstellanlagen sowie Pflanztröge und Stühle platziert.
Durch die Maßnahmen wurde die Attraktivität der Einkaufsstraße verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht und mehr Raum für zu Fuß Gehende geschaffen. Die neue Begrünung und die Sitzgelegenheiten sollten zum Verweilen und Flanieren einladen.
Die Gestaltung der temporären Fußgängerzone lebte aber auch vom Engagement der Anwohnenden. Es wurden Hochbeete als weitere Begrünungselemente auf dafür vorgesehenen Flächen aufgestellt, die durch örtliche Initiativgruppen bepflanzt und gepflegt wurden. Die Straße wurde somit auch zu einem neuen Begegnungsraum für die Nachbarschaft.
Radfahrende, E‑Tretroller sowie Kraftfahrzeuge mit Zufahrtserlaubnis durften die abgesenkte Fahrbahn weiterhin befahren, jedoch ausschließlich in Schrittgeschwindigkeit und unter Beachtung des Vorrangs für zu Fuß Gehende.
Der Lieferverkehr war nur zu bestimmten Zeiten zugelassen. Die Einfahrt war nur vom Pariser Platz aus gestattet.