Pressemitteilung

Großes Interesse an Info-Veranstaltung zur Umgestaltung des Tals

Großes Interesse an Info-Veranstaltung zur Umgestaltung des Tals

Das Tal soll übergangsweise neu gestaltet werden. Gestern hat das Mobilitätsreferat gemeinsam mit dem Bezirksausschuss Altstadt-Lehel den Anwohner*innen, Verbänden und Gaststätten- und Gewerbetreibenden die drei Umbauvarianten vorgestellt. Es nahmen rund 150 Interessierte an der Informationsveranstaltung teil.

Ende 2020 hat der Stadtrat im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept „Autofreie Altstadt“ beschlossen, dass im Tal schon jetzt Parkplätze entfallen und der entstehende Raum neu genutzt werden soll. Der Aufenthalt für die Bürger*innen im Tal soll schöner werden, der Fußverkehr mehr Platz bekommen, das Tal soll begrünt werden. Zeitgleich darf der Baustellenverkehr für die Baustelle zur zweiten Stammstrecke am Marienhof nicht eingeschränkt werden.
Im Mobilitätsreferat wurden nun drei Varianten dafür erarbeitet, die mit nachhaltigen, mobilen Bepflanzungen begrünt werden sollen:
In der ersten Variante werden die Flächen für den Lieferverkehr gebündelt, auch wenn sie dann gegebenenfalls nicht optimal für jedes Geschäft liegen. Dafür aber entstehen große, zusammenhängende Bereiche, auf denen Freischankflächen oder andere Aufenthaltsflächen mit Sitzgelegenheiten für die Bürger*innen entstehen könnte. Die Plätze für die Taxis und Sightseeingbusse bleiben erhalten, am Taxistand könnte eine Mobilitätsstation geschaffen werden (Behindertenparkplätze, Elektro-Roller, Fahrradständer, Leihrad-Flächen).
Auch in der zweiten Variante bleiben Taxistand, Sightseeingbus-Haltestelle und Mobilitätsstation an dieser Stelle erhalten. Die Lieferzonen würden aber möglichst gleichmäßig über das Tal verteilt und nach Möglichkeit den Geschäften zugeteilt. Dadurch entstünde allerdings nicht ganz so viel Platz für die Umgestaltung und Verschönerung des Tals.
Die dritte Variante nimmt die Idee einer Fußgängerzone im Tal bis Radlsteg/Hochbrückenstraße auf, deshalb würden die Taxistandplätze sowie die Haltestelle für den Sightseeingbus Richtung Isartor in die Mitte des Tals verlegt werden. Die MVG-Bushaltestelle, zwei Lieferzonen und Behindertenstellplätze würden dagegen im „inneren Tal“ erhalten bleiben, eine Mobilitätsstation würde ergänzt werden. So entstünde mehr Raum für eine Fußgängerzone im inneren Tal.
Bei der Informationsveranstaltung wurde rege übe alle Varianten diskutiert. Eine bevorzugte Variante kristallisierte sich dabei nicht heraus. Das Mobilitätsreferat prüft nun die verkehrsrechtlichen Details. Eine Umgestaltung soll voraussichtlich im Sommer erfolgen.
Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Mir ist wichtig, dass wir eine gute Lösung für alle finden, wenn wir das Tal im Sinne der Bürgerinnen und Bürger umgestalten. Es darf niemand vergessen werden. Infoveranstaltungen wie die am Donnerstag tragen dazu bei, dass wir alle Beteiligten bei dem Entscheidungsprozess mitnehmen.“
Bürgermeisterin Katrin Habenschaden: „Die Neugestaltung des Tals ist ein erster Schritt auf dem Weg zur autofreien Altstadt. Indem wir aus Verkehrsraum wieder Stadtraum machen, steigern wir die Aufenthaltsqualität für die Münchnerinnen und Münchner und schaffen neue Möglichkeiten für Kommunikation und Interaktion. Die Veranstaltung hat gezeigt, dass der Wunsch vieler Menschen nach mehr Platz zum Flanieren und Verweilen im Herzen Münchens groß ist.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Mit den drei Varianten haben wir der Anwohnerschaft und den Gewerbetreibenden im Tal ein gutes Angebot gemacht. Ich bin froh über die vielen konstruktiven, teilweise auch kritischen Beiträge bei unserem Info-Abend. Nur gemeinsam mit den Bürger*innen können wir für die Stadt so bedeutende Projekte wie die Umgestaltung des Tals erfolgreich umsetzen.“
(Bildnachweis für Bilder: Landeshauptstadt München, Baureferat – Vorher-Nachher-Visualisierung des Tals)

Kontakt:

Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat, Pressestelle
Christina Warta, presse.mor@muenchen.de, Tel.: 089/233-44909
Sendlinger Straße 1, 80331 München