Ampeln & Verkehrssteuerung


Hier finden Sie Informationen zu Lichtsignalanlagen (Ampeln) und zur Verkehrssteuerung

Knapp die Hälfte aller Ampeln in München werden in der Nacht abgeschaltet – das sind mehr, als in anderen Städten. Natürlich muss bei jeder Ampel zusammen mit der Polizei geprüft werden, ob eine nächtliche Abschaltung im Hinblick auf die Sicherheit vertretbar ist. Ausschlaggebend für eine nächtliche Abschaltung ist die Unfallsituation und das Unfallpotential. Der übliche Weg ist der, dass man beim KVR einen Antrag auf Nachtabschaltung stellt.

Kontakt:

Kreisverwaltungsreferat, Abteilung Verkehrssteuerung, Ruppertstraße 19, 80466 München.

Der/die Antragstellende erhält in jedem Fall vom KVR Bescheid, ob dem Antrag stattgegeben wurde.

Um die Ampelanlagen miteinander koordinieren zu können, ist es notwendig, dass alle Ampeln eine gleich lange Umlaufzeit haben.

Das sind zu den Morgen- bzw. Abendspitzen meist 90 Sekunden. Das bedeutet, in 90 Sekunden müssen Fahrzeugführende, Radfahrende, sowie der Fußverkehr auf einmal bedient werden. Von diesen 90 Sekunden gehen als erstes die Schutzzeiten ab, die zur Sicherheit zwischen den einzelnen Phasen liegen, um jeweils den letzten Kreuzungsräumer vom ersten Kreuzungseinfahrenden zu schützen. Was dann noch an Zeit übrig bleibt, wird auf die einzelnen Phasen verteilt. Dies ist der Grund dafür, warum die Grünzeit vielen Verkehrsteilnehmenden zu knapp ist. Dies ist kein böser Wille, sondern ein Kompromiss zwischen allen Verkehrsteilnehmenden.

Sollten Sie dennoch den Eindruck haben, dass an einer bestimmten Kreuzung dem/der einen Verkehrsteilnehmenden mehr Grün gegeben werden sollte – und dem/der anderen etwas abgezogen werden kann, so wenden Sie sich gerne mit Ihrem Vorschlag an das Keisverwaltungsreferat. Es wird dann geprüft, ob eine Änderung bezüglich der Freigabezeiten möglich ist.
Kreisverwaltungsreferat, Abteilung Verkehrssteuerung, Ruppertstraße 19, 80466 München

Solange die Fahrbahn bei Grün betreten wird, darf sie auch guten Gewissens überquert werden – selbst, wenn sie nach ein paar gelaufenen Metern auf Rot springt. In diesem Fall sollte aber zügig weitergegangenund nicht umgekehrt werden.

Alle Ampeln werden mit ausreichend langen Schutzzeiten geplant, die ein gefahrloses Räumen der Fahrbahn gewährleisten. Bei Straßen mit Mittelinseln soll man bis zur dorthin weitergehen und dort auf die nächste Grünphase warten.

Grüne Wellen lassen sich in der Regel nur in eine Richtung realisieren. Morgens wird die Grüne Welle - soweit möglich - stadteinwärts geschaltet und abends stadtauswärts. Autofahrende, die einen antizyklisch Arbeitsweg haben, haben daher unter Umständen mehr 'Rozeiten'. Der Versuch, beide Richtungen - also Hin- und Rückrichtung - gleichzeitig als Grüne Welle zu schalten, scheitert an der Form des Straßennetzes.

Sähe das Münchner Straßennetz aus wie ein großes Schachbrett, und wären die Abstände zwischen den Kreuzungen exakt 625 Meter lang, dann könnte man eine Grüne Welle in beiden Richtungen gleichzeitig installieren. Noch nicht berücksichtigt wären dann immer noch die querenden Richtungen, der parkende Lieferverkehr in der zweiten Reihe, die schaltungstechnische Bevorzugung von Bus und Bahn, die separat geführten Linksabbieger, die Tatsache, dass ab 85 Prozent Verkehrsauslastung keine Grüne Welle mehr funktioniert, das zu schnelle Fahren einzelner Fahrzeugführender – und andere Hemmnisse, die eine Grüne Welle behindern.