Verkehrsberuhigungsprojekte stoßen häufig auf viele Gefühle bei Betroffenen. Zwischen Freude, Sorge, Ärger und Erleichterung ist alles dabei. Wie geht die Stadt München bestmöglich auf alle ein, hört sie und erarbeitet gemeinsam mit ihnen eine Lösung? Dabei bewegt sich eine Kommune immer auch in einem eingeschränkten Handlungsrahmen oder anders gesagt: Die Landeshauptstadt München muss sich an Gesetze halten und mit den vorhandenen finanziellen und personellen Möglichkeiten arbeiten.
Im Rahmen des Forschungsprojektes MoveRegioM beschäftigen sich nun zufällig ausgewählte Münchner*innen mit diesen Fragen und entwickeln einen Leitfaden zur Beteiligung und Kommunikation bei Verkehrsberuhigungsprojekten für Kommunen.
Das Mobilitätsreferat hat 1.500 zufällig ausgewählte Bürger*innen angeschrieben. Die Auswahlkriterien berücksichtigen das Alter, Geschlecht und einen möglichen Migrationshintergrund, um die Münchner Bevölkerung in ihrer Gesamtheit darstellen zu können. Aus den Rückemeldungen werden bis zu 80 Bürger*innen ausgewählt. In vier Workshops zwischen Juli und Dezember 2026 erarbeiten sie gemeinsam ihre Empfehlungen für die Verwaltungen. Hierbei schauen sie sich auch verschiedene Beteiligungsprojekte in München an wie die Altstadt für alle, die ein umfassendes Beteiligungskonzept umgesetzt hat und noch umsetzt, und die Beteiligungsprozesse rund um die Einrichtung der temporären Fußgängerzone in der Weißenburger Straße.
Das Panel tagt Ende Juli 2026 das erste Mal. Die weiteren Termine finden im September, Oktober und November statt. Berichte und Ergebnisse zu den einzelnen Sitzungen finden Sie im Anschluss zu den vier Panelsitzungen hier auf dieser Seite.
Im ersten Halbjahr 2027 soll der fertige Leitfaden an die Stadtspitze übergeben werden.