Untenstehend die Antworten zu den häufigsten Fragen rund um MINGA.
Im Forschungsvorhaben MINGA beschäftigen sich zwölf Projektpartner und vier assoziierte Partner aus Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Industrie bis Mitte 2027 mit der Automatisierung und digitalen Vernetzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in München.
Solche Angebote können zum einen zu einer besseren Nutzung des Straßenraums beitragen und zum anderen neue Angebote schaffen. Das ist in Zeiten knapper Personalressourcen und Flächenverfügbarkeit ein entscheidender Vorteil.
MINGA wird bis Mitte des Jahres 2027 im Rahmen der Förderrichtlinie „Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehren“ durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit rund 13 Millionen Euro gefördert.
Die Partner arbeiten in sechs Arbeitspaketen in unterschiedlichen Konstellationen zusammen:
Neben der Landeshauptstadt München mit Bau- und Mobilitätsreferat, sind auch die Stadtwerke München (SWM) mit der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG), der Münchner VerkehrsVerbund (MVV), die Technische Universität München, das Institut für Konstruktionstechnik und Technisches Design der Universität Stuttgart, das Institut für Technik der Informationsverarbeitung des Karlsruher Instituts für Technologie, das FZI Forschungszentrum Informatik sowie die Unternehmen MAN Truck & Bus SE, ioki GmbH der Deutschen Bahn, Ebusco Deutschland GmbH, Benz + Walter GmbH und Fryce GmbH Partner im Projekt MINGA. Als assoziierte Partner wirken die Stiftung Pfennigparade, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Yunex Traffic und der Landkreis München mit.
Autonomes Fahren bedeutet, dass ein Fahrzeug selbstständig fährt, ohne dass eine Person das Lenken, Bremsen oder Beschleunigen übernimmt. Mithilfe von Sensoren, Kameras, Radarsystemen und intelligenter Software nimmt das Fahrzeug seine Umgebung wahr, bewertet die Verkehrssituation und trifft eigenständig Fahrentscheidungen.
Bei den Testfahrten befindet sich jedoch immer Sicherheitspersonal mit an Bord, das das Fahrzeug überwacht und bei Bedarf eingreifen kann.
Autonome Fahrzeuge können dazu beitragen, den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll zu ergänzen und innovative Lösungen für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung zu erproben. Gleichzeitig möchten die Expert*innen im Referat frühzeitig die Chancen und Herausforderungen dieser Technologie verstehen – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Fahrgastzahlen und des Fachkräftemangels.
Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage, wie Mobilität in München für alle Menschen verbessert werden kann. Diese und weitere Fragestellungen rund um das autonome Fahren werden im Projekt MINGA erforscht.
Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Menschen beim Fahren, übernehmen jedoch nicht die vollständige Fahraufgabe. Beispiele sind der Tempomat, der Spurhalteassistent oder der Notbremsassistent.
Beim autonomen Fahren übernimmt das Fahrzeug – je nach Automatisierungsstufe – selbstständig die Fahraufgabe und trifft eigenständig Entscheidungen.