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Fahrzeug-Sharing auf Privatgrund

ComfficientShare 2.0: ein MCube Innovationsprojekt

ComfficientShare 2.0 ist eines von sechs Innovationsprojekten der zweiten Förderphase des MCube Clusters, das im Rahmen der Initiative „Clusters4Future“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird.

Foto: LHM/MOR, Marienhagen/John

ComfficientShare 2.0: ein MCube Innovationsprojekt

Der Projektname ist ein Akronym, das für „komfortables und effizientes Fahrzeug-Sharing auf Privatgrund“ steht. Die Projektlaufzeit ist von 2024 bis 2027. Informationen zu MCube finden Sie auf der MCube-Seite auf unserer Webseite.

ComfficientShare 2.0 baut auf das Projekt ComfficientShare aus der ersten Förderphase (2021 bis 2024) auf. Im Vorgängerprojekt lag der Forschungsfokus auf geteilten Elektrofahrzeugen und Ladepunkten in städtischen Wohnvierteln als Teil der Erforschung von Shared Mobility-Angeboten.

Im jetzigen Projekt soll untersucht werden, wie verschiedene Modelle von Carsharing-Angeboten an Wohnstandorten eine attraktive Alternative zu wenig genutzten Privatfahrzeugen bieten können. Das Ziel der Forschung ist es, den Flächenverbrauch durch parkende Fahrzeuge zu verringern und gleichzeitig die Qualität des vorhandenen Mobilitätsangebots auf dem gleichen Niveau zu halten.

Die Forschungsziele im Einzelnen:
  • Konzeptionierung und Testen von Mobilitätsangeboten:
    • Es wird untersucht, welche Carsharing-Angebots-Modelle sich für welche Standorte und welche Mobilitätsbedürfnisse eignen. Dazu zählen das nachbarschaftliche Teilen von Privatfahrzeugen sowie extern bereitgestellte elektrische Kleinstfahrzeuge. Dabei wird die nötige Ladeinfrastruktur an privaten Stellplätzen für das Schnellladen von E-Fahrzeugen sowie optimale Ladestrategien betrachtet. Beispielsweise werden E-Fahrzeuge über flexible Stromtarife genau dann im Tagesverlauf geladen, wenn der Strompreis am günstigsten ist, etwa nachts.
  • Akzeptanz- und Preisforschung:
    • Es werden qualitative und quantitative Erhebungen zur Erforschung der Zahlungsbereitschaft und der Akzeptanz der unterschiedlichen Carsharing-Angebote im Rahmen des Projekts durchgeführt.
  • Verallgemeinerbare Erkenntnisse:
    • Die gewonnenen Daten sollen es ermöglichen, allgemeine Erkenntnisse zu entwickeln, die im Folgenden auf die Planung von Carsharing auf Privatgrund übertragen werden können.
  • Mobilitätsdatenerfassung:
    • Mithilfe von Sensoren in Tiefgaragen und einer Tracking-App werden Mobilitätsdaten erhoben und analysiert.

Im Projektverlauf werden drei Carsharing-Modelle angeboten. Zunächst wird Peer-to-Peer   Carsharing (Privatpersonen vermieten ihre Fahrzeuge direkt an andere Nutzer*innen) erstmals in geschlossenen Nutzergruppen auf Privatgrund erprobt. Mitglieder einer Hausgemeinschaft können so ihre Fahrzeuge untereinander teilen. Dies erfolgt über eine Carsharing-App sowie eine Zusatzversicherung für Carsharing-Fahrten. Die Versicherung ergänzt die bestehende Kfz-Versicherung und gilt nur für Carsharing-Nutzer*innen.

Darüber hinaus können Fahrzeuge der BMW Group von mehreren Haushalten gemeinsam geleast und genutzt werden.

Im weiteren Projektverlauf wird zudem Community-Carsharing (Carsharing in einer geschlossenen Nutzergruppe an einem festen Standort) mit elektrischen Kleinfahrzeugen angeboten.  

Im Februar 2026 startet das Peer-to-Peer Carsharing an verschiedenen Standorten im Prinz-Eugen-Park und Freiham. Gerade in Freiham herrscht aktuell ein großer Bedarf an Parkplätzen, wodurch ein starker Parkdruck besteht. Als Teil des Forschungsprojekts sollen die vorhandenen Fahrzeuge von den Anwohnenden effizienter genutzt werden, wodurch zum einen weniger Parkplätze benötigt werden, zum anderen könnte auf diese Weise das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt werden.

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