Das Mobilitätsreferat hat verschiedene Maßnahmen angeordnet, die die Verkehrssicherheit für Radfahrende und Zufußgehende an der Chiemgaustraße verbessern; das Baureferat hat die Maßnahmen umgesetzt. Eine Geschwindigkeitsreduzierung, neue und geänderte Beschilderungen, Markierungen und die Erweiterung von Fahrrad-Piktogrammen sorgen in der Chiemgaustraße nun für konfliktärmeres Radfahren im Mischverkehr auf dem etwa 200 Meter langen Abschnitt im Bereich der Bahnunterführung.
Auch die Fußgänger*innen profitieren von den Verbesserungen, indem illegalem Radfahren auf den reinen Gehwegen entgegengewirkt wird. Die baulichen Radwege entlang der Chiemgaustraße zwischen Schwanseestraße und Pfälzer-Wald-Straße beziehungsweise Aschauer Straße sind aufgrund der beengten Verhältnisse im Bereich der Bahnunterführung beiderseits unterbrochen. Radfahrende müssen im Mischverkehr auf der Fahrbahn des Mittleren Rings mit dem Auto- und Schwerlastverkehr fahren, um Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr im Bereich der Unterführung möglichst zu reduzieren.
Mittel- bis langfristig soll die aus dem Jahr 1898 stammende Bahnunterführung durch die Deutsche Bahn saniert und mit einer neuen Raumaufteilung die Situation für alle Verkehrsteilnehmer*innen verbessert werden. Um den Ansprüchen an eine sichere Infrastruktur bereits heute zu begegnen, wurden mehrere Beschilderungs- und Markierungsmaßnahmen im Bereich der Bahnunterführung umgesetzt.
Auf der Südseite der Chiemgaustraße in Fahrtrichtung Ost wurden folgende Maßnahmen zusätzlich zur bereits bestehenden Tempo-30-Regelung geschaffen:
Auf der Nordseite der Chiemgaustraße in Fahrtrichtung West wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
Mit diesen Maßnahmen kommen Mobilitätsreferat und Baureferat Anträgen und Hinweisen aus der Bürgerschaft, dem Bezirksausschuss und dem Stadtrat zur
Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Chiemgaustraße nach. Mit überschaubaren Ressourcen wird dort für mehr Sicherheit für Radfahrende gesorgt. Gleichzeitig dient die Maßnahme auch der Sicherheit des Fußverkehrs: Die Maßnahmen verdeutlichen, dass die Gehbahnen in der Bahnunterführung ausschließlich dem Fußverkehr vorbehalten sind. Durch die verbesserte Sicherheit für den Radverkehr im Mischverkehr wird zudem der Anreiz zur Nutzung des Gehwegs verringert.
Das Mobilitätsreferat arbeitet kontinuierlich daran, die Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur in München weiterzuentwickeln und den Verkehrsraum sicherer zu gestalten und so die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Dabei ist die Vision Zero die oberste Leitlinie der Verkehrssicherheitsarbeit der Landeshauptstadt München. Ziel ist es, keine Toten oder Schwerverletzten im Straßenverkehr mehr zu verzeichnen.