Neue Hinweisschilder sensibilisieren ab heute für den vorgeschriebenen Mindestüberholabstand von 1,5 Metern beim Überholen von Radfahrenden. Hiermit wird ein häufig geäußertes Anliegen von Radfahrenden aufgegriffen und eine wichtige Verkehrsregel besonders sichtbar gemacht.
Die Stadt lässt ab heute an insgesamt zehn Standorten nicht amtliche Hinweisschilder zum Mindestüberholabstand anbringen.
Das erste Schild haben Bürgermeisterin Mona Fuchs, Mobilitätsreferent Georg Dunkel, Andreas Schön, 1. Vorsitzender ADFC München, und Johan Buchholz, OpenBikeSensor-Projektleiter beim ADFC München heute in der Schellingstraße, Ecke Augustenstraße, angebracht.
Die Schilder kommen an Standorten zum Einsatz, an denen regelkonformes Überholen grundsätzlich möglich ist, aber eine zusätzliche Sensibilisierung sinnvoll erscheint. Das ist etwa bei unübersichtlichen Verkehrssituationen, bevorstehenden Engstellen oder wiederholten Verstößen gegen den Mindestüberholabstand der Fall. Nach einer angemessenen Laufzeit wird geprüft, wie sich die Schilder in der Praxis bewähren.
Die nicht amtlichen Schilder werden in Abschnitten der folgenden Straßen angebracht:

(Die Karte zeigt die zehn Standorte im Überblick.)
Bei der Auswahl der zehn Standorte wurden unter anderem die örtlichen Verkehrsverhältnisse, Unfalldaten und die Beschwerdelage berücksichtigt. Auch Daten des OpenBikeSensors des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) München flossen in die Bewertung ein. Sie geben Hinweise auf besonders geringe Überholabstände.
Trotz der Hinweisschilder müssen Kraftfahrzeugführende vor jedem Überholvorgang prüfen, ob ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Die neuen Schilder stellen dabei keine pauschale Erlaubnis zum Überholen dar.
Darüber hinaus arbeitet das Mobilitätsreferat dauerhaft daran, die Radverkehrsinfrastruktur weiterzuentwickeln und den Verkehrsraum für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer zu gestalten. Dabei ist die Vision Zero die oberste Leitlinie der Verkehrssicherheitsarbeit der Landeshauptstadt München. Ziel ist es, keine Toten oder Schwerverletzten im Straßenverkehr mehr zu verzeichnen.
(Das Foto zeigt von links: Mobilitätsreferent Georg Dunkel, 2. Bürgermeisterin Mona Fuchs, Johan Buchholz, OpenBikeSensor-Projektleiter beim ADFC München, Andreas Schön, 1. Vorsitzender ADFC München)