Der Bauausschuss des Stadtrats hat gestern die Projektgenehmigung für die sicherheitstechnische Nachrüstung und Instandsetzung des Landshuter Allee-Tunnels sowie die Genehmigung zur Ertüchtigung des Brandschutzes im Biedersteiner Tunnel erteilt.
Das Baureferat muss den Landshuter Allee-Tunnel sanieren und sicherheits- und brandschutztechnisch nachrüsten. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Montage von Brandschutzplatten an der Tunneldecke, das Verbreitern der vorhandenen Notgehwege sowie das Ergänzen zusätzlicher Fluchttüren in der Mittelwand. Zudem werden automatische Brandmelde- und Überwachungssysteme installiert, die Tunnelbeleuchtung sowie die Fluchtwegkennzeichnung modernisiert. Die bestehende Tunnelbetriebsstation wird durch einen Neubau erweitert, der gemeinsam mit den Stadtwerken München genutzt wird. Das Bauwerk wird zudem umfassend generalüberholt: Betonschäden werden behoben, Wandverkleidungen erneuert und die gesamte Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht.
Die Baumaßnahmen werden in vier Hauptphasen durchgeführt. Nach vorbereitenden Arbeiten, wie der Baufeldfreimachung, beginnt ab Sommer 2027 das Herstellen des baulichen Brandschutzes in der Weströhre des Tunnels, zunächst in Nachtarbeit. Während der weiteren Bauphasen wird jeweils eine Tunnelröhre gesperrt, während der Verkehr in der verbleibenden Röhre im Gegenverkehr geführt wird. Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich bis Frühjahr 2030 abgeschlossen sein. Die genehmigten Projektkosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro.
Auch beim Biedersteiner Tunnel wurde das Baureferat beauftragt, die entsprechenden Planungsleistungen durchzuführen und die Ausführung vorzubereiten. Er weist mittlerweile altersbedingt bauliche Mängel auf. Der bauliche Brandschutz sowie die Ausstattung der Sicherheitstechnik müssen nachgerüstet werden. Die Ertüchtigung soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa sechs Monate dauern, inklusive der Vorarbeiten zur Instandsetzung der Tunneldecke sowie Anpassungen an der Beleuchtung und an den Kabeln des Funks der Einsatzdienste.
Die Arbeiten sollen hauptsächlich in Nachtschichten bis Anfang 2028 durchgeführt werden. Dadurch kann der Verkehr tagsüber weiter ungestört fließen. Der Stadtrat hat die voraussichtlichen Projektkosten in Höhe von 5,7 Millionen Euro genehmigt. Eine Förderung durch die Regierung von Oberbayern ist beantragt. Parallel laufen die Untersuchungs- und Planungsleistungen zur Erstellung der Bedarfs- und Konzeptgenehmigung der Maßnahme der sicherheitstechnischen Nachrüstung und Instandsetzung des Tunnels. Die Kosten diese Planungen belaufen sich voraussichtlich auf zirka 1,2 Millionen Euro. Die umfangreiche Nachrüstung der Sicherheitstechnik und die grundhafte Instandsetzung des Biedersteiner Tunnels sollen als Gesamtmaßnahme nach derzeitiger Planung Anfang der 2030er Jahre begonnen werden.