Um die langfristigen Auswirkungen autonomer Busse und On-Demand-Verkehre in München besser einschätzen zu können, wird ein digitaler Zwilling des städtischen Verkehrssystems erstellt. Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild der Realität, das es ermöglicht, Verkehrsabläufe und Systeme am Computer zu analysieren und zu testen.
Zunächst entsteht eine digitale Nachbildung des aktuellen Verkehrs in München – inklusive Straßen, Haltestellen, bestehender ÖPNV-Angebote und einer simulierten Bevölkerung mit ihrem typischen Verkehrsverhalten.
Mit diesem Modell lassen sich die Auswirkungen autonomer Busse und Ridepooling-Dienste vorab testen, bevor die Fahrzeuge in großer Anzahl im realen Verkehr unterwegs sind. Daten aus den MINGA-Testfahrten werden dabei genutzt, um das System möglichst realistisch abzubilden. So können Nutzungsmuster, Verkehrsmittelwahl und Verkehrsbelastung genau analysiert werden – auch hinsichtlich von Umweltbelastung und Infrastruktur.
Der digitale Zwilling ermöglicht außerdem die Simulation verschiedener Szenarien, zum Beispiel unterschiedliche Flottengrößen, neue Einsatzgebiete oder geplante Verkehrsmaßnahmen. Auf dieser Grundlage können Entscheidungen fundiert getroffen und der Einsatz autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr nachhaltig und effizient geplant werden.
Projektpartner*innen: