Im Projekt MINGA wird ein neues Ridepooling-Angebot mit drei selbstfahrenden Fahrzeugen getestet. Die Fahrzeuge fahren ohne festen Fahrplan und können von den Fahrgästen per App bestellt werden. Ridepooling bedeutet dabei, dass mehrere Fahrgäste mit ähnlichen Routen in einem Fahrzeug gebündelt werden. Diese Art des ÖPNV ist, je nach Kontext, flexibler und effizienter einsetzbar als ÖPNV-Fahrzeuge mit festen Fahrplänen und Routen.
Testgebiet und Zielsetzung
Die Erprobung des Angebots findet in einem ausgewählten Gebiet in Nymphenburg statt, in dem der Straßenverkehr besonders anspruchsvoll ist – zum Beispiel durch viele Zufußgehende, parkende Autos und hohes Verkehrsaufkommen während der Stoßzeiten.
Ziel ist es, den Fahrgästen im ÖPNV die zeitliche, örtliche und funktionale Flexibilität zu bieten, die sie bisher nur vom privaten PKW kennen. Perspektivisch soll das System ausgeweitet werden, wofür die Automatisierung der Fahrzeuge unerlässlich ist.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die gute Einbindung der autonomen Fahrzeuge in das bestehende Angebot von Bus und Bahn. Dazu gehört auch ein zuverlässiges Kommunikationssystem zwischen den Fahrzeugen und einer technischen Leitstelle. Die Leitstelle überwacht den Zustand des Fahrzeugs und sorgt für Sicherheit im Innenraum. Zu Beginn wird dies noch durch Sicherheitsfahrpersonal im Fahrzeug unterstützt. Gleichzeitig wird ein benutzerfreundliches Bedienkonzept entwickelt, damit die Fahrgäste ihre Anliegen auch dann mitteilen können, wenn später kein Sicherheitspersonal mehr mitfährt.
Bevor die autonomen Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum eingesetzt werden, finden umfangreiche Tests auf einem abgesperrten Gelände statt. Im Testbetrieb im Bediengebiet stehen die Sicherheitsfahrenden in ständigem Kontakt mit der Leitstelle. Diese Erprobungsphase dient auch dazu, Abläufe zu entwickeln und zu verbessern, damit autonome Fahrzeuge künftig gut in bestehende On-Demand-Angebote integriert werden können.
App-Entwicklung und Zulassung
Parallel dazu wird eine Fahrgast-App entwickelt. Die Anwendung wird eng mit dem automatisierten Fahrsystem verknüpft, damit Buchung, Fahrt und Betrieb reibungslos funktionieren.

Für die Tests im realen Straßenverkehr wird eine Genehmigung beim Kraftfahrt-Bundesamt beantragt. Zusätzlich ist eine technische Zulassung durch den TÜV erforderlich. Auf Basis der Testergebnisse werden am Ende Empfehlungen erarbeitet, wie autonome On-Demand-Angebote künftig sinnvoll im öffentlichen Nahverkehr umgesetzt werden können.
Hinweis
Im Laufe des Jahres werden Interessierte die Möglichkeit haben, sich zu registrieren. Die entsprechenden Informationen zu Terminen, Anmeldung und Ablauf finden Sie zu einem späteren Zeitpunkt auf dieser Seite.
Projektpartner*innen