Pressemitteilung

Sicher, nachhaltig, komfortabel – eine bessere Mobilität für die Münchner*innen

Sicher, nachhaltig, komfortabel – eine bessere Mobilität für die Münchner*innen

Sichere Straßen und Plätze mit Aufenthaltsqualität, ein starker ÖPNV, umweltverträglicher Verkehr und ein besseres Vorankommen für alle: Das sind die wichtigsten Ziele des neuen Mobilitätsreferats der Landeshauptstadt München, das zum 1. Januar 2021 seine Arbeit aufgenommen hat. Bei einer Pressekonferenz haben die 2. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Mobilitätsreferent Georg Dunkel die Herausforderungen skizziert, die in diesem und den folgenden Jahren auf das neugegründete Referat zukommen, und die ersten Projekte erläutert, die die Verkehrswende in München auf den Weg bringen sollen.

„Mobilität ist ein entscheidender Faktor für eine lebenswerte Stadt, für eine prosperierende Stadt und für eine sozial gerechte Stadt. Wir erleben in Großstädten weltweit gerade einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik, der auf dem Wunsch vieler Bewohner*innen nach einer klima- und menschenfreundlichen Mobilität beruht. Mit der Gründung eines eigenen Referats, das die Kompetenzen der Münchner Stadtverwaltung beim Thema Verkehr und Mobilität bündelt, tragen wir der großen Bedeutung der Mobilität in unserer Stadt Rechnung. Der Münchner Stadtrat hat sich dazu verpflichtet, den Modal Split dahingehend zu verändern, dass bis zum Jahr 2025 80 Prozent des Verkehrs durch den Umweltverbund abgewickelt werden. Dies ist nötig, um den prognostizierten Verkehrskollaps in München zu verhindern und um unsere städtischen Klimaschutzziele zu erreichen. Deshalb werden wir in den nächsten Jahren massiv in den Öffentlichen Personennahverkehr investieren und Fußgänger*innen und Radfahrer*innen mehr Platz zur Verfügung stellen“, sagt Bürgermeisterin Katrin Habenschaden.

„Verkehrsthemen werden in München emotional und zunehmend aggressiv diskutiert. Das verdeckt die Tatsache, dass die große Mehrheit der Münchner*innen eigentlich dasselbe will: Nämlich zuverlässig, schnell, kostengünstig und klimafreundlich von A nach B kommen. Eine polarisierende Verkehrspolitik hilft unserer Stadt nicht weiter. Es geht nicht um Autofahrer*innen gegen Radfahrer*innen. Die meisten Münchner*innen sind beides – so wie ich übrigens auch. Wir müssen endlich aufhören, die Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. Ein verändertes Mobilitätsverhalten erreichen wir nicht mit der Brechstange, sondern durch gute Angebote. Das Mobilitätsreferat soll deshalb die besten Mobilitäts-Lösungen erarbeiten – und zwar unvoreingenommen und im Sinne aller Münchner*innen“, ergänzt Bürgermeisterin Katrin Habenschaden. 

Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Alle Bürger*innen sollen komfortabel und sicher vorankommen – unabhängig davon, ob sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Öffentlichen Personennahverkehr oder dem Auto unterwegs sind. Das entspricht dem Stadtratsziel, die Verkehrswende in München umzusetzen. Deshalb packen wir jetzt viele unterschiedliche Maßnahmen an, die sich möglichst bald umsetzen lassen. Gleichzeitig arbeiten wir weiter an den großen, oft kniffligen Themen und entwickeln zusätzlich eine Gesamtstrategie für die Mobilität in München.“

Bedeutende Projekte im Jahr 2021:

  • Am 1. März wurde der Mobilitätshotspot am Thomas-Wimmer-Ring eröffnet
  • Im nächsten Mobilitätsausschuss/der nächsten Vollversammlung entscheidet der Stadtrat über die Weißmarkierungen in der Gabelsberger-/Theresienstraße, Elisenstraße und Rosenheimer Straße (ehemalige Pop-up-Radwege), bei Beschlussfassung Einrichtung ab April
  • Altstadt-Radlring: Realisierung der Bauabschnitte Blumenstraße, Thomas-Wimmer-Ring
  • Nahverkehrsplan: im März vom Stadtrat beschlossen, nun folgt die Planung und Umsetzung von acht Strecken (U4 Ost, sieben Trambahnen) gemeinsam mit SWM/MVG
  • 10 Sommerstraßen: derzeit Einbringung von Vorschlägen durch Bezirksausschüsse
  • IAA Mobility: Ausrichten eines Kongresses zu innovativer und nachhaltiger Mobilität parallel und eng verzahnt mit der IAA Mobility, Unterstützung der Planungen der Veranstalter der IAA Mobility (z.B. Blue Lane)
  • Baustellenmanagement: rund 10 Großbaustellen im Stadtgebiet

Außerdem sollen dem Stadtrat 2021 Beschlussvorlagen zu folgenden Themen vorgelegt werden:

  • Gesamtstrategie für die Mobilität in München
  • Teilstrategie Shared-Mobility
  • Erste Maßnahmenbündel zum Radentscheid 
  • Altstadt-Radlring: Teilabschnitt Lenbachplatz bis Von-der-Tann-Straße
  • Radschnellverbindungen
  • Pilotprojekte Clemensstraße und Menzinger Straße/Petuelring
  • 3. Maßnahmenpaket Busbeschleunigung
  • Parkraummanagement: acht neue Parklizenzgebiete
  •  Neugestaltung Max-Joseph-Platz
  • Strategiebeschluss zur autofreien Altstadt
  • Nördliche Tegernseer Landstraße
  • Vorschläge für ein Verkehrskonzept Münchner Norden
  • Wohnen am Riemer Park

Der Stadtrat hat 2019 die Gründung des Mobilitätsreferats beschlossen, damit künftig alle Verkehrsthemen in einem Referat gebündelt und koordiniert werden. Seit 1. Januar 2021 existiert das neue Referat, in dem knapp 300 Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Referaten zusammengezogen wurden. Die beiden Geschäftsbereiche „Strategie“ und „Verkehrs- und Bezirksmanagement“ verantworten die Strategie bzw. das operative Geschäft. Der Kommunikationsstab ist zuständig für Bürgeranliegen und -beteiligungen, Mobilitätsberatung sowie die Bürgerinformation im Internet (muenchenunterwegs.de).

Alle Presseunterlagen und Audiofiles stehen zum Download bereit.

Kontakt:

Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat, Pressestelle
Christina Warta, presse.mor@muenchen.de, Tel.: 089/233-44909
Sendlinger Straße 1, 80331 München