Pressemitteilung

Informationsveranstaltung zur Fraunhoferstraße

Informationsveranstaltung zur Fraunhoferstraße

Die digitale Informationsveranstaltung zur Fraunhoferstraße ist auf großes Interesse gestoßen. Zeitweise folgten mehr als 150 Personen den Erläuterungen von Mobilitätsreferent Georg Dunkel und den zuständigen Verkehrsplaner*innen des städtischen Mobilitätsreferats. Eine kontroverse Diskussion schloss sich an.

Im Sommer 2019 wurde die Fraunhoferstraße gemäß eines Stadtratsbeschlusses umgestaltet: Die Halt- und Parkmöglichkeiten wurden entfernt, stattdessen wurden erstmals rote Radfahrstreifen markiert. In den Seitenstraßen wurden Lieferzonen für den Wirtschaftsverkehr eingerichtet. Derzeit läuft außerdem ein Verkehrsversuch mit Tempo 30 bzw. Tempo 40, der Erkenntnisse für die Luftreinhaltung bringen soll.

Die Polizei befürwortet die Umgestaltung, da sie entscheidend zur Sicherheit der Radfahrer*innen beigetragen hat. Von elf Unfällen mit Radbeteiligung von April 2018 bis Juni 2019 sank die Zahl der Unfälle auf vier von August 2019 bis November 2020. Auch die Brandschutzdirektion bewertet die Änderungen positiv wegen der verbesserten Zufahrt für Rettungsfahrzeuge.

Die Fragen der Bürger- und Anwohnerschaft sowie der Gewerbetreibenden bei der Informationsveranstaltung drehten sich vor allem um die Haltesituation für den Auto- und Wirtschaftsverkehr in der Fraunhoferstraße. Eine Mehrheit der Teilnehmenden schätzte die Situation in der Fraunhoferstraße aber besser ein als vorher und befürwortete zugleich mehr Lieferzonen in den Seitenstraßen, eine bessere Markierung und stärkere Kontrollen.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden: „Mit dem Umbau der Fraunhoferstraße wollten wir den Komfort und vor allem die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer erhöhen – und dieses Ziel haben wir erreicht. Mir ist wichtig, die gewonnenen Erfahrungen auch in die weitere Umsetzung des Radentscheids einfließen zu lassen. Dazu gehört vor allem, die Anwohner*innen und Gewerbetreibenden von Beginn an in die Planungen einzubeziehen.“  

Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Wir haben uns dieser kontroversen Diskussion gerne gestellt. Wir müssen Kompromisse eingehen und werden dem Stadtrat im Frühjahr 2022 einen Beschlussvorschlag vorlegen, der auch die Anregungen aus dieser Informationsveranstaltung aufnimmt. In der Fraunhoferstraße können aber nicht alle Wünsche erfüllt werden, dafür ist der Platz einfach nicht vorhanden.“

Kontakt:
Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat, Pressestelle
Christina Warta, presse.mor@muenchen.de, Tel.: 089/233-44909
Sendlinger Straße 1, 80331 München