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News vom 25. Februar 2026
Neuer Straßenname

Würdigung: Fritz-Neuland-Straße in der Altstadt eingeweiht

Das nördliche Teilstück der Corneliusstraße von der Blumenstraße bis zur Prälat-Zistl-Straße trägt ab heute offiziell den Namen Fritz-Neuland-Straße.

Foto: LHM, Nagy

Würdigung: Fritz-Neuland-Straße in der Altstadt eingeweiht

Damit würdigt die Stadt München das Wirken des langjährigen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Fritz Neuland, der nach 1945 maßgeblich am Wiederaufbau jüdischen Lebens in München beteiligt war. An der Feier zur Einweihung der Fritz-Neuland Straße nahmen neben Neulands Tochter Charlotte Knobloch, die seit 1985 Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist, und ihren Kindern Iris und Bernd Knobloch auch Vertreter*innen der Israelitischen Kultusgemeinde, Präsidentinnen und Präsidenten der Münchner Gerichte und zahlreiche Mitglieder des Münchner Stadtrats teil.

Fritz Neuland, 1889 in Bayreuth geboren, war Jurist und wurde während der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund seiner jüdischen Herkunft entrechtet, zur Zwangsarbeit verpflichtet und verlor seine Mutter durch Deportation und Hungertod. Nach Kriegsende kehrte er nach München zurück, setzte dort seine Arbeit als Rechtsanwalt fort und engagierte sich intensiv für die Neugründung der Israelitischen Kultusgemeinde vor Ort. Von 1951 bis zu seinem Tod 1969 stand er ihr als Präsident vor und war zudem in verschiedenen Gremien auf Landesebene aktiv. Auf seine Initiative geht auch der Gedenkstein für die zerstörte Hauptsynagoge in der Herzog‑Max‑Straße zurück.

(Foto von links: Bernd Knobloch, OB Dieter Reiter, Dr. h.c. Charlotte Knobloch und Iris Knobloch)