Der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrats hat in seiner heutigen Sitzung der Durchführung des Innovationsprojektes SENSE zugestimmt.
Von November 2026 an läuft das Projekt drei Jahre. Das Mobilitätsreferat beschäftigt sich darin gemeinsam mit Partner*innen aus ganz Europa unter der Federführung der Technischen Universität München (TUM) damit, mehr über die Interaktion autonomer Fahrzeuge mit der Verkehrsinfrastruktur zu lernen. Zudem sollen umweltsensitive und adaptive Verkehrsmanagementsysteme zur Optimierung des Verkehrsflusses entwickelt werden.
Das Projekt SENSE greift die Erkenntnisse vorangegangener Projekte zur Automatisierung und Vernetzung im Verkehr auf und legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer*innen und ein umweltsensitives Verkehrsmanagement. Dabei sollen Verkehrs- und Umweltdaten eines spezifischen Kreuzungsbereichs in Echtzeit genutzt werden, um den Verkehrsfluss zum Beispiel durch angepasste Ampelschaltungen zu verbessern. Ein Fokus liegt dabei auf dem Schwerlastverkehr. Im Rahmen des Projekts sollen zudem verschiedene Anwendungsfälle mit einem autonomen Shuttle und dem autonomen Fahrzeug „EDGAR“ der TUM getestet und mit den gewonnenen Erkenntnissen unmittelbar in den Straßenraum übertragen werden. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist der Aufbau einer Testkreuzung mit intelligenter Datenerfassung. Diese kann alle Verkehrsarten erkennen und den Verkehr bedarfsgerecht steuern.
Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund vier Millionen Euro, wobei knapp 233.000 Euro auf das Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München entfallen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms Horizon Europe von der Europäischen Union gefördert, die Landeshauptstadt erhält eine 100-Prozent-Förderung.