Am Dienstag, 21. April, haben Fachleute der Stadt und ehrenamtlicher Vereine das Pilotprojekt zu barrierefreien Querungen an ungesicherten Straßenübergängen in der Roman-Herzog-Straße in Freiham begutachtet.
Im Mittelpunkt stand eine gemeinsame Begehung und Prüfung dieser sogenannten „differenzierten Querung“ unter Realbedingungen. Mit dabei waren Fachleute des Baureferats, des Mobilitätsreferats, des Behindertenbeirats, des städtischen Beraterkreises für barrierefreies Planen und Bauen sowie weitere Fachstellen.
Die Straßenquerung auf Höhe der Hausnummer 13 wurde in zwei Bereiche aufgeteilt. Ein Bereich ist auf Fahrbahnniveau abgesenkt (Nullabsenkung), um mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwägen sicher und komfortabel überquert werden zu können. Der andere Bereich weist eine Erhöhung von sechs Zentimetern auf, um etwa von sehbeeinträchtigten Nutzer*innen gut ertastbar zu sein. Ein zweireihiger weißer Streifen, der vor dem gerippten Bodenindikator (Richtungsfeld) unterbrochen ist, zeigt sehbeeinträchtigen Nutzer*innen zudem an, dass es sich um eine ungesicherte Querung handelt.
Unter anderem sind für das Projekt Umgestaltung Augustenstraße mehrere differenzierte Querungen nach diesem Vorbild vorgesehen. Der neue bauliche Standard wird damit sowohl in einer Quartierslage wie Freiham als auch in einem hochfrequentierten Innenstadtbereich wie der Maxvorstadt erprobt. Ziel ist es, ein deutlich besseres Niveau an Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum zu erreichen und sichere und gut nutzbare Querungen auch dort zu ermöglichen, wo es keine Ampel oder keinen Zebrastreifen gibt.
(Das Foto zeigt die Teilnehmenden der Begutachtung des Pilotprojekts in Freiham.)