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News vom 19. Juni 2026
Sicher unterwegs mit dem Fahrrad

Radwegeausbau: Neue Bordsteine im Praxistest

Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Grünwalder Straße und Otkerstraße: Im Zuge der Sanierung der südlichen Candidstraße wurde eine neue sichere Radverkehrsanlage entlang der südlichen Tegernseer Landstraße hergestellt. Dabei kam eine innovative Bauweise zur Abgrenzung zum Einsatz.

Foto: LHM/Baureferat

Radwegeausbau: Neue Bordsteine im Praxistest

Die bauliche Trennung des Radweges zum Kraftfahrzeugverkehr auf dem vielbefahrenen Ring-Zubringer entsteht mithilfe des sogenannten neuen Münchner Flachbordsteins. Diese städtische Eigenentwicklung aus Beton ist abgeschrägt und flacher als klassische Bordsteine. Die Flachbordsteine trennen den Radweg klar von der Fahrbahn.

Gleichzeitig sind sie so flach, dass ein Hängebleiben mit den Pedalen zu vermieden wird. Einsatzfahrzeuge wie etwa der Feuerwehr können sie bei Bedarf überfahren. Ein weiterer Vorteile der neuen Elemente ist der vergleichsweise geringe Aufwand beim Einbau auf der bestehenden Fahrbahn. Ein kompletter Umbau des Straßenprofils mit neuer Entwässerung lässt sich vermeiden, was zur Reduzierung von Bauzeit und Kosten beiträgt.

Expert*innen für Straßenunterhalt schätzen die dauerhaft verbauten Flachborde für haltbarer ein als beispielsweise Trennelemente aus Hartgummi oder Kunststoff. Zudem sind sie weniger unterhaltsintensiv und sicherer als weiße Bodenmarkierungen und gegenüber ähnlichen Elementen aus Granit deutlich günstiger in der Anschaffung und im Einbau.

Das Baureferat hat die neuen Flachbordsteine gemeinsam mit einem regionalen Anbieter für die Anforderungen der Stadt zur Einsatzreife gebracht. Beim Dauerversuch im Betonwerk haben sie bereits ihre grundsätzliche Eignung unter Beweis gestellt. Nun startet mit ihrem Einbau in Giesing die erste echte Bewährungsprobe im öffentlichen Straßenraum. Auch in der nördlichen Candidstraße vor der Brudermühlbrücke ist der Einbau der neuen Münchner Flachbordsteine bereits vorgesehen.