Der Bauausschuss des Stadtrats hat einen verbindlichen Rahmen für nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen beschlossen, der sich auch auf Aspekte der Mobilität erstreckt.
Federführend erhielt das Baureferat den Auftrag, gemeinsam mit dem Referat für Klima- und Umweltschutz sowie dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung, ein effektives Wirkungscontrolling zu entwickeln, um die ökologische und ökonomische Wirksamkeit entsprechender Maßnahmen überprüfen zu können. Außerdem wurde das Baureferat beauftragt, eine referatsübergreifende Arbeitsgruppe zu gründen und ein umfassendes Konzept für Baumpflanzungen im öffentlichen Raum zu erarbeiten.
Die Einführung eines effektiven Wirkungscontrollings soll eine Entscheidungsbasis schaffen, um trotz angespannter kommunaler Haushaltssituation auch weiterhin wirksame Maßnahmen und Projekte vorantreiben zu können. Verschiedene Klimaschutz-, Klimaanpassungs-, Biodiversitäts- und Ressourcenschutzmaßnahmen finden bei stadteigenen Bauvorhaben bereits Umsetzung. In Sachen Mobilität bedeutet dies vor allem eine konsequente Weiterentwicklung der städtischen Verkehrsinfrastruktur, um klimafreundliche Wege zu fördern.
Bereits heute werden in München über drei Viertel aller Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Um diese Entwicklung weiter zu unterstützen, setzt das Baureferat beispielsweise auf den Ausbau von Busspuren und den Umbau von Ampeln mit intelligenter Steuerung zur Erhöhung der Pünktlichkeit beim Busverkehr sowie den kontinuierlichen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, die Verbreiterung von Gehbahnen und die Ergänzung sicherer Querungsmöglichkeiten für den Fußverkehr. Zudem rüstet das Baureferat die öffentliche Verkehrsinfrastruktur sukzessive auf LED-Technik um.
Weitere Maßnahmen umfassen unter anderem flächenschonendes Planen und Bauen, Photovoltaik-Ausbau, Dach- und Fassadenbegrünung sowie Baumpflanzungen als wirksamstes Mittel für den urbanen Hitzeschutz und die Verbesserung des Stadtklimas.