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News vom 22. April 2026
Fahrradfahren in München

Martin-Luther-Straße: Grünes Licht für feste Radweg-Markierung

In seiner heutigen Sitzung hat sich der Mobilitätsausschuss des Stadtrats mit den Evaluationsergebnissen des Verkehrsversuchs mit Gelbmarkierung in der Martin-Luther-Straße befasst und die Umsetzung einer kostengünstigeren Vorzugsvariante beschlossen.

Foto: LHM/MOR, DobnerAngermann

Martin-Luther-Straße: Grünes Licht für feste Radweg-Markierung

Beim Umbau der Martin-Luther-Straße bleiben die Gehwege im Bestand erhalten und die Radwege werden auf beiden Seiten auf das Niveau der Fahrbahn geführt. Der Radweg wird rund 2,15 Meter breit sein. Die Abgrenzung zur Fahrbahn und zur Längsparkbucht wird mit baulichen Elementen umgesetzt. Diese sind jeweils erhöht und haben in regelmäßigen Abständen Unterbrechungen, damit das Niederschlagswasser abfließen kann. Am Verkehrsknotenpunkt Martin-Luther-Straße, Wirtstraße und Tegernseer Landstraße ist die ursprünglich geplante Zweirichtungsradfurt über die Martin-Luther-Straße nur als Einrichtungsradfurt von Ost nach West möglich. Wenige Meter südlich davon ist eine Radfurt von West nach Ost geplant. Gleichzeitig soll eine Deckensanierung durchgeführt werden. 

Zählungen an der Kreuzung Martin-Luther-Straße, Ichostraße, Silberhornstraße und Giesinger Berg im Oktober 2023 sowie im Juli 2025 haben gezeigt, dass sich das Kraftfahrzeugaufkommen trotz der Spurreduzierung auf nahezu demselben Niveau befindet wie vor der Gelbmarkierung. Trotz der verminderten Fahrspuren ist die Leistungsfähigkeit des Knotens weiterhin gegeben, denn der Verkehr weicht nicht auf andere Strecken aus. Gleichzeitig hat der Radverkehr zugenommen: An zwei Zähltagen im Sommer 2025 waren trotz Regenwetter 18 beziehungsweise 27 Prozent mehr Radfahrende gegenüber einer Zählung von vor der Gelbmarkierung unterwegs. Die Kosten für den Umbau liegen bei 0,8 bis 1,3 Millionen Euro und werden aus der Nahmobilitätspauschale finanziert.