Die Landeshauptstadt München hat zur Internationalen Bauausstellung in der Metropolregion München (IBA-M) sieben Projektansätze eingereicht. Der Bauausschuss des Stadtrats erhielt heute Informationen zum aktuellen Stand der drei Projektideen Donnersbergerbrücke, Braunauer Eisenbahnbrücke und Nord-Süd-Grünverbindung, die vom Baureferat betreut werden.
Zur Donnersbergerbrücke, eine der stärksten befahrenen innerstädtischen Brücken in Europa, hat der Bauausschuss das Baureferat mit der Durchführung einer Machbarkeitsuntersuchung für einen Neubau beauftragt. Nach gutachterlicher Prüfung ist in spätestens zehn bis 15 Jahren ein Neubau - insbesondere des 300 Meter langen Mittelteils - notwendig. Durch einen Neubau der gesamten Donnersbergerbrücke kann ein Gesamtbauwerk entstehen, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Gleichzeitig ließen sich Bauzeit und nötige Eingriffe in den Verkehr bündeln und minimieren sowie die Forderungen der Bahn nach einem Anheben der lichten Höhe erfüllen.
Neben der Donnersbergerbrücke wurde auch das Projekt Braunauer Eisenbahnbrücke thematisiert, die in eine Fuß- und Radwegverbindung umgewandelt werden soll. Die Ergebnisse einer Machbarkeitsuntersuchung zur Umnutzung des nördlichen Überbaus zeigen, dass die bauliche Umsetzung möglich ist, die weitere Planung jedoch von der Nutzungsübergabe durch die Deutsche Bahn abhängt.
Die Nord-Süd-Grünverbindung soll als durchgehende grüne Achse zur Verbesserung der Erholungsnutzungen in der Stadt dienen. Das 12,5 Hektar große Projektgebiet umfasst im Wesentlichen die ehemaligen S-Bahn- und Industriegleisanlagen mit dem stillgelegten Bahnhof „Oberwiesenfeld“ sowie die Bahnbrücken über den Georg-Brauchle-Ring und die Triebstraße. Als grüne Achse soll eine zusammenhängende, öffentliche Vernetzung entstehen, die eine Verbindung für den Rad- und Fußverkehr zwischen dem Olympiapark, dem geplanten erweiterten Kreativquartier sowie der Münchner Innenstadt ermöglicht. Ein Entwurfskonzept liegt vor, kann aber wegen der aktuellen Haushaltslage nicht realisiert werden.
Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses des Münchner Stadtrats.