Ein weiterer wichtiger Teil des Projekts MINGA ist die Sicherstellung von Barrierefreiheit und Inklusion. Autonome Busse im Münchner Nahverkehr stellen neue Anforderungen, weil Fahrgäste nicht mehr direkt vom Fahrpersonal unterstützt werden. Besonders wichtig ist, dass alle Fahrgäste weiterhin klare Informationen erhalten – zum Beispiel über die Liniennummer, die nächste Haltestelle oder die Möglichkeit, das Fahrzeug für längeres Einsteigen anzuhalten. Auch die sichere Anfahrt für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, etwa Rollstuhlnutzende, muss gewährleistet sein.
Um diese Herausforderungen zu meistern, werden sowohl bauliche Anpassungen an den Fahrzeugen als auch digitale Lösungen eingesetzt. Eine zusätzliche App soll während des Projekts getestet werden und beispielsweise sehbehinderten und blinden Fahrgästen Haltestellenansagen, Routeninformationen oder Hinweise zu Verspätungen in geeigneter Form übermitteln. Nach erfolgreichem Test könnten diese Funktionen im Anschluss an das Forschungsprojekt in die MVV-App integriert werden.
Bei der Entwicklung werden durch Interviews mit Fahrgästen mit Behinderung konkrete Bedürfnisse und Verbesserungspotenziale erfasst. Auf dieser Grundlage wird ein durchdachtes Gesamtkonzept entwickelt, im Pilotbetrieb erprobt und anschließend für den regulären Einsatz weiter verbessert.
Projektpartner*innen