Beim „Bus mit Füßen“ gehen Kinder aus demselben Schulsprengel morgens gemeinsam zur Schule. Die Stadt München vernetzt teilnehmende Familien und unterstützt bei der Routenplanung. Anfangs begleiten die Eltern im Wechsel die Kinder, später gehen sie in der festen Gruppe selbstständig. Der „Bus mit Füßen“ ist eine aktive Entscheidung gegen das Elterntaxi und für einen selbstständigen und aktiven Schulweg.
So funktioniert der Bus mit Füßen: Erklärvideo
Vorteile auf einen Blick:
Organisatorisches:
Bei Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden: busmitfuessen@muenchenunterwegs.de
Untenstehend finden Sie häufige Fragen und Antworten.
Zuerst erhalten Sie eine automatische E-Mail als Bestätigung, dass Ihre Anmeldung angekommen ist. Nach etwa einer Woche erhalten Sie eine E-Mail vom Bus mit Füßen-Team, bzw. von der Bus mit Füßen-Kontaktperson der Schule, wenn es dort bereits eine gibt. In dieser E-Mail erfahren Sie, wie viele Familien sich bisher angemeldet haben und ob ein Bus mit Füßen zustande kommt oder bereits läuft. Falls es keine Bus mit Füßen-Kontaktperson gibt, werden in der E-Mail alle angemeldeten Familien direkt miteinander vernetzt, damit Sie sich austauschen und Laufwege besprechen können.
Im Optimalfall besteht ein Bus aus fünf Kindern (Familien), damit jede Familie an einem Tag der Woche mit Begleiten dran ist. Aber selbstverständlich können Sie auch als kleinere Gruppe einen Bus bilden und sich beispielsweise täglich abwechseln. Egal in welchem Rhythmus Sie sich abwechseln: Eltern profitieren von der morgendlichen Zeitersparnis und Kinder gewinnen an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein, wenn sie nicht nur von den eigenen Eltern begleitet werden.
Es ist das Ziel, pro Grundschule eine Kontaktperson zu etablieren, die einerseits die Ansprechperson für die teilnehmenden Familien ist und andererseits für das Bus mit Füßen-Team aus dem Mobilitätsreferat. Hauptaufgabe ist, die (Neu)Anmeldungen zu bündeln und die Eltern zusammenzubringen. Das Planen der Laufrouten geht am besten mit allen Eltern zusammen. Wenn die Laufgruppen und -routen feststehen, empfehlen wir, dass sich die Gruppen selbst organisieren (zum Beispiel, wenn eine Begleitperson mal krank ist oder ein Kind krank ist).
Das Ehrenamt ist also zeitlich überschaubar.
Die Erfahrung zeigt: Bus mit Füßen-Laufgruppen funktionieren am besten, wenn es eine zuständige Person an der Schule gibt, die den Bus mit Füßen zum Laufen bringt und am Laufen hält. Und auch wenn die Person aufgrund von Schulübertritt (nach vier Jahren) ausscheidet, kann sie das Amt und die Erfahrung an jemand anderen übergeben und die Schule bleibt beständig eine „Bus mit Füßen-Schule“.
Das Mobilitätsreferat bewirbt den Bus mit Füßen über verschiedene Kanäle. Als Kontaktperson ist eine zusätzliche Bewerbung bei der Schuleinschreibung und am Elternabend für Erstklässler*innen sinnvoll. Dies sollte immer in Abstimmung mit der Schulleitung erfolgen, an manchen Schulen weist nämlich die Schulleitung oder der Elternbeirat auf den Bus mit Füßen hin. Die meisten Anmeldungen kommen nach der Schuleinschreibung im März und rund um den Schulstart im September. Danach wird es ruhiger, die Anmeldungen nehmen ab und die Busse laufen in der Regel eigenständig.
Auch ohne Bus mit Füßen-Kontaktperson kann es einen Bus mit Füßen geben. Alle interessierten Eltern einer Schule werden direkt miteinander vernetzt. Auch werden Neuanmeldungen automatisch an die gesamte Gruppe geschickt. So können sich die Eltern zusammenfinden, die einen ähnlichen Schulweg haben.
Die Erfahrung zeigt, dass Gruppen mit Kontaktperson beständiger sind und der Bus mit Füßen auch konstant an der Grundschule läuft.
Auf der Website von Bus mit Füßen können Sie sich die Schulsprengel, Grundschulstandorte und auch die „Bus mit Füßen-Schulen“ anzeigen lassen. Einfach das Häkchen bei Bus mit Füßen setzen, danach erscheinen diese Schulen mit einem grünen Kreis umrundet. Zudem können Sie jederzeit die Schulleitung oder den Elternbeirat ansprechen sowie bei busmitfuessen@muenchenunterwegs.de fragen.
Generell gilt: Es gibt keinen einheitlichen Weg für die Umsetzung des „Bus mit Füßen“. Das Wichtigste ist, dass die Kinder gemeinsam zu Fuß zur Schule kommen, anfangs begleitet von (wechselnden) Erwachsenen.
Mögliche Varianten:
Jein. Die Begleitung durch einen Erwachsenen und die feste Gruppe von Kindern ist vor allem in der ersten Klasse und ganz besonders in den ersten 3 bis 6 Monaten empfehlenswert. Danach gehen die Kinder oft schon unbegleitet, aber noch in ihrer festen Gruppe.
Selbstverständlich gelten die Vorteile des gemeinsamen Schulwegs auch für höhere Klassen.
Ja, denn tage- und streckenweise ohne die eigenen Eltern zur Schule zu gehen, gibt Selbstbewusstsein und fördert das eigenständige Unterwegssein im Straßenverkehr. Außerdem schult es das Zeitmanagement und macht wach für den Unterricht.
Ja, Sie können sich immer anmelden und es wird immer versucht, in die bereits bestehende Gruppe einzusteigen. Die Route wird jedoch selten noch verändert, damit sich die Kinder nicht umgewöhnen müssen.
Die Details macht sich hierzu jede Gruppe selbst aus, eine Empfehlung lautet: Alle Elternteile sollten in der (WhatsApp-)Gruppe und im Notfall erreichbar sein. Wenn das Kind nicht erscheint und auch die Eltern nicht ans Telefon gehen, wartet die Gruppe maximal 5 Minuten und geht dann zur Schule. Dort sagt man es der Klassenlehrkraft und die informiert in der Regel nach Nicht-Erscheinen (ohne Abmeldung) innerhalb weniger Minuten die Polizei.
Kinder sind auf dem Schulweg immer durch die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) versichert, unabhängig davon, wer sie begleitet.