Nützliches zum Thema Auto
Die Landeshauptstadt München hat sich zum Ziel gesetzt, die Elektromobilität zu fördern, da sie einen wichtigen Baustein zu einer nachhaltigen Entwicklung darstellt. Sie soll einen Beitrag zur Luftreinhaltung, zum Klimaschutz, zur Verkehrswende sowie zur Abkehr von fossilen Brennstoffen in München leisten und zur Zielerreichung des Bundes beitragen, nämlich die Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent zu reduzieren.
In der Landeshauptstadt München werden für elektrisch betriebene Fahrzeuge (mit E-Kennzeichen, entsprechend dem geltenden Elektromobilitätsgesetz) folgende Bevorrechtigung und Vergünstigungen gewährt:
Bis zu drei Stunden kostenloses Parken auf bewirtschafteten öffentlichen Parkplätzen
In München konnten Elektrofahrzeuge seit 2018 auf allen bewirtschafteten Gebieten im Stadtgebiet zwei Stunden (in der Regel werktags von 9 bis 23 Uhr) kostenlos parken. Seit 1. April 2025 dürfen elektrisch betriebene Fahrzeuge – dazu gehören reine Batterieelektrofahrzeuge, von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge – mit einem „E“ am Ende des Kennzeichens auf bewirtschafteten Parkplätzen im öffentlichen Raum nun in ganz Bayern bis zu drei Stunden kostenlos parken.
Berechtigte können wahlweise ihre Parkscheibe auslegen oder via Handyparken-App einen digitalen Parkschein beziehen. Die Handyparken-App eignet sich besonders, wenn länger als drei Stunden geparkt wird, da danach automatisch ein Parkticket „gezogen“ wird.
Die Kostenbefreiung für Elektroautos gilt nur auf öffentlichen Parkplätzen, die zum Beispiel mit dem blauen „P“-Verkehrszeichen gekennzeichnet sind. Nicht gültig ist die Gebührenbefreiung für E-Fahrzeuge auf Privatparkplätzen, wie Parkhäusern oder Park-and-Ride-Anlagen. Die zulässige Höchstparkdauer für einzelne Parkplätze setzt die neue Regelung nicht außer Kraft. Sie kann bei weniger als drei Stunden liegen und gilt für alle Fahrzeugarten.
Kostenfreies Über-Nacht-Parken an E-Ladesäulen
Eine weitere Vergünstigung stellt das kostenfreie Über-Nacht-Parken (20 Uhr bis 8 Uhr) an den im Stadtgebiet errichteten öffentlichen E-Ladesäulen dar. Hier wird für elektrisch betriebene Fahrzeuge keine Parkgebühr erhoben.
Zwingende Voraussetzung für die vorgenannten Bevorrechtigungen nach dem Elektromobilitätsgesetz ist allerdings, dass das betreffende Fahrzeug über ein E-Kennzeichen verfügt und somit entsprechend amtlich kenntlich gemacht wird - auch für die Überwachungskräfte der Polizei oder der Kommunalen Verkehrsüberwachung. Über diese bundesgesetzliche Vorgabe kann sich die Landeshauptstadt München nicht hinwegsetzen.