Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen rund um den Wirtschaftsverkehr und die Lieferzonen.
Liefern, Laden und Leisten wird digitaler. Dies wird ermöglicht durch die Förderung im Rahmen des EU-Projekts metaCCAZE. Die Landeshauptstadt München testet im Rahmen dieses Pilotprojekts, wie die Digitalisierung von Lieferzonen im Stadtgebiet dazu beitragen kann, Parksuchverkehre und Parken in der zweiten Reihe zu reduzieren. Außerdem wird das Auffinden von Lieferzonen und freien Halteplätzen für Nutzer*innen dieser Zonen vereinfacht.
Gemeinsam mit Vertreter*innen von Kammern und Wirtschaftsverbänden wurden im Pilotprojekt besonders relevante Lieferzonen in der Altstadt und nahe der Fraunhoferstraße zur Anbringung der Sensoren ausgewählt. Das Projekt soll unter anderem aufzeigen, welche Nutzergruppen das Angebot annehmen, und für welche Gruppen es gegebenenfalls noch andere, weitergehende Lösungen braucht.
Für die Umsetzung des Projekts sind neben der Landeshauptstadt München die Projektpartner Smart City Systems (Bereitstellung und Betrieb der Sensoren), Stadtraum (Bereitstellung und Betrieb der App „mo2B“), DB Schenker (Erprobung und Logistikanwendungen) und die Technische Universität München (Evaluation des Pilotprojekts) verantwortlich.
Bei weiteren Fragen oder Feedback zum Projekt schreiben Sie uns gerne: metaccaze.mor@muenchen.de
Die App mo2B, die im Pilotprojekt "Digitale Lieferzonen" getestet wird, zeigt übersichtlich alle Lieferzonen (mit und ohne Sensoren) auf und ermöglicht eine direkte Navigation zu Zonen in der Nähe des Ziels. Dadurch können Nutzer*innen gezielt Haltebereiche ansteuern, statt ohne weitere Anhaltspunkte danach zu suchen.
Die mit Sensoren ausgestatteten Lieferzonen zeigen zudem an, ob die gewünschte Zone momentan frei ist beziehungsweise in welche Richtung die nächste freie Zone auf direktem Wege angesteuert werden kann. Dies reduziert unproduktiven Parksuchverkehr und spart Zeit und Nerven. Eine intensive Nutzung der App mit regelmäßigem Check-In unterstützt zudem die Landeshauptstadt München bei der Analyse und Weiterentwicklung der digitalisierten Zonen und trägt langfristig zu einer Verbesserung der Parkplatzsituation in der Münchner Innenstadt bei.
Die Sensoren im Pilotprojekt "Digitale Lieferzonen" sind von unserem Projektpartner Smart City System Parking Solutions an verschiedenen Lieferzonen in der Altstadt und Isarvorstadt angebracht worden. In den Sensoren werden Magnetfeldsensoren (Änderungen des umgebenden Magnetfelds) und Radarsensoren (Distanz zu Fahrzeugen über dem Sensor) genutzt. Die hiermit gewonnenen Belegungsdaten werden an die Cloud von Smart City Systems Parking Solutions gesendet. Mit den Bodensensoren werden keine personenbezogenen Daten erfasst, sondern lediglich anonyme Belegungsinformationen der einzelnen Stellplätze. Die Daten werden bei Hetzner (deutscher Anbieter) auf deutschen Servern gespeichert, um Datensouveränität und Datensicherheit gewährleisten zu können.
Der Radarsensor ermittelt, ob der Parkplatz grundsätzlich frei ist. Mit Hilfe einer Magnetfeldmessung prüft der andere Sensor, ob sich über der Parkfläche ein Fahrzeug befindet. Jedes Fahrzeug verändert minimal das Erdmagnetfeld in seiner Umgebung. Dafür sind die Metallteile und die Elektronik im Fahrzeug verantwortlich. Die Magnetfeld-Sensoren können diese geringfügigen Veränderungen messen. So kann ausgeschlossen werden, dass nicht etwa herabgefallendes Laub auf der Fläche liegt.
Bei den hier erfassten Daten handelt es sich um keine personenbezogenen Daten. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite unseres Projektpartners Smart City System Parking Solutions.
Die App mo2B, die im Rahmen des Pilotprojekts "Digitale Lieferzonen" eingesetzt wird, kann grunsätzlich jede*r nutzen – sie gibt Auskunft über Lieferzonen im Stadtgebiet. Diese Zonen für Laden, Liefern, Leisten (3L) und Laden, Liefern (2L) bietenVorteile für insbesondere die unten aufgeführten Nutzergruppen. Die Art der Nutzung unterscheidet sich je nach Berechtigung - maßgeblich ist immer die Beschilderung vor Ort basierend auf den Regelungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) sowie gegebenenfalls die Regelungen, die mit den jeweiligen Sonderparkausweisen ausgehändigt werden:
3L-Zonen (Laden, Liefern, Leisten)
Halten zum Be- und Entladen: Ein eingeschränktes Halteverbot (Zeichen 286, siehe Foto) erlaubt das Halten bis zu drei Minuten, sowie unbegrenztes Ein-/Aussteigen oder Be-/Entladen. Länger als drei Minuten ohne Ladetätigkeit gilt als Parken und ist verboten. Die Beschilderung gilt oft nur zu bestimmten Zeiten.

Zudem ist Parken für die Dauer des Einsatzes für bestimmte Nutzergruppen mit Sonderparkausweis (beispielsweise Handwerkende, Pflegedienste) sowie für Personen mit Behindertenparkausweis (blauer und orangener Ausweis, bis zu drei Stunden) und Anwohnende zu Tagesrandzeiten (immer abhängig von der Beschilderung vor Ort beziehungsweise innerhalb der blauen Zone in der Regel von 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetags)
2L-Zonen (Laden, Liefern)
Ein absolutes Haltverbot (Zeichen 283) verbietet jegliches Anhalten und Parken auf der betreffenden Straßenseite, auch für kurze Zeit. Ein absolutes Haltverbot mit dem Zusatzschild „Lieferverkehr frei“ oder „Ladebereich“ (VZ 1026-35, siehe Fotos unten) erlaubt bestimmten Fahrzeugen, trotz des generellen Verbots zu halten, um Waren zu be- und entladen. Für den allgemeinen Verkehr bleibt das absolute Haltverbot jedoch bestehen.
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Das seit Oktober 2024 gültige Verkehrszeichen 230 („Ladebereich“) regelt, dass auf der gekennzeichneten Fläche das Halten und Parken ausschließlich zum zügigen Be- und Entladen von Fahrzeugen erlaubt ist. Es dient der Reduzierung von Parken in der zweiten Reihe. Das Ein- und Aussteigen sowie längeres Parken ist untersagt.
In München sind aktuell beide Schildervarianten auf der Straße; perspektivisch soll für 2L-Zonen nur noch das Schild Ladebereich zum Einsatz kommen.
Das Einchecken in die App, die im Pilotprojekt "Digitale Lieferzonen" eingesetzt wird, ist freiwillig. Sie helfen uns damit, die Nutzergruppen und Fahrzeugtypen zu erfassen, die die Lieferzonen nutzen. Mit Ihren anonymisierten Angaben helfen Sie uns dabei, das Angebot und die Ausgestaltung von Lieferzonen in unserer Stadt zu verbessern. Für Sie entstehen hierdurch keinerlei Verpflichtungen oder Kosten für Sie als Nutzer*in.
Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung der App mo2B.