Am Montag, 15. Juni, wird die zweite Schulstraße Münchens im Umfeld der Grund- und Mittelschule an der Lehrer-Wirth-Straße imStadtbezirk Trudering-Riem eingerichtet
Dazu werden die Lehrer-Wirth-Straße südlich der Erika-Cremer-Straße, die Caroline-Herschel-Straße sowie die Elisabeth-Dane-Straße zwischen Lehrer-Wirth-Straße und Grünanlage von Montag bis Freitag (werktags) zwischen 7.30 und 8 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Schulstraße sorgt für einen autofreien und dadurch verkehrssicheren Bereich vor der Grund- und Mittelschule. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen müssen, können künftig in eigens dafür ausgewiesenen Bringzonen in der Erika-Cremer- und der Maria-Montessori-Straße halten. Die Schulkinder können von dort selbständig und sicher zur Schule gehen. Zusätzlich wird in der Erika-Cremer-Straße eine separate Kurzparkzone für Eltern eingerichtet, die ihre Kinder zur Kindertagesstätte bringen möchten.
Schulbusse, Einsatz- und Rettungsfahrzeuge, die Straßenreinigung sowie die Müllabfuhr sind von der Regelung ausgenommen und dürfen den gesperrten Bereich jederzeit befahren. Anwohnende und Gewerbetreibende können auf Antrag Ausnahmegenehmigungen für das Halten und Parken im öffentlichen Straßenraum sowie die damit verbundene An- und Abfahrt erhalten. Hierüber wurde mit zwei Postwurfsendungen und im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Oktober 2025 informiert.
Oberbürgermeister Dominik Krause: „Schulstraßen schaffen einen sicheren und geschützten Bereich für Kinder auf ihrem Schulweg. Elterntaxis können nicht mehr direkt vor die Schule fahren und dort halten – so werden unübersichtliche Situationen vermieden, die vor allem Grundschüler*innen noch nicht überblicken können. Die Sicherheit der kleinsten Verkehrsteilnehmenden ist uns ein besonderes Anliegen, und ich hoffe, dass den beiden Pilotstandorten sukzessive weitere folgen können. Vielen Dank an den Bezirksausschuss und die Kolleg*innen des Mobilitätsreferats für ihr Engagement von der Idee bis zur Umsetzung.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Die erste Schulstraße in der Forellenstraße ist gut angelaufen – und das wünsche ich auch der zweiten Schulstraße an der Grund- und Mittelschule in der Lehrer-Wirth-Straße. Auf dem Weg zur Vision Zero ist jeder einzelne Baustein, der zu mehr Verkehrs- und vor allem Schulwegsicherheit beiträgt, wichtig – von baulichen Maßnahmen über Mobilitätsbildungsprojekte bis hin zum Ehrenamt der Schulweghelfer*innen. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir am kommenden Montag in Trudering-Riem die zweite Schulstraße gemeinsam mit dem Bezirksausschuss umsetzen können.“
Stefan Ziegler, Vorsitzender des Bezirksausschusses Trudering-Riem: „Der sicherste Schulweg beginnt dort, wo das Verkehrschaos endet. Mit der zweiten Schulstraße in Trudering-Riem setzen wir konsequent fort, was wir mit dem ersten Pilotprojekt erfolgreich angestoßen haben. Gerade vor Schulbeginn entstehen durch den Bringverkehr immer wieder unübersichtliche und gefährliche Situationen. Die Schulstraße an der Lehrer-Wirth-Straße schafft hier mehr Sicherheit, mehr Ruhe und mehr Aufenthaltsqualität für die Kinder. Gleichzeitig stärkt sie die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler, die die letzten Meter zur Schule eigenständig zu Fuß zurücklegen können. Ich freue mich, dass unser Stadtbezirk erneut eine Vorreiterrolle übernimmt und gemeinsam mit der Stadt ein wichtiges Zeichen für sichere Schulwege und eine kinderfreundliche Mobilität setzt. Wenn sich das Konzept bewährt, kann es Vorbild für viele weitere Schulstandorte in München werden.“
Das Pilotprojekt mit zwei Schulstraßen hatte der Stadtrat beschlossen. Der Bezirksausschuss Trudering-Riem hat den beiden Schulstraßen in der Forellenstraße und der Lehrer-Wirth-Straße einstimmig zugestimmt. Die Schulstraße in der Forellenstraße wurde bereits im Februar eröffnet. Darüber hinaus hat das Mobilitätsreferat bereits heute an vielen Stellen im Stadtgebiet Beschilderungen, Haltverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder bauliche Maßnahmen angeordnet, um den Schulweg sicherer zu gestalten. Außerdem sorgen über 500 ehrenamtliche Schulweghelfer*in- nen im Stadtgebiet dafür, dass die Kleinsten sicher zur Schule und nach Hause kommen. Hinzu kommen verschiedene Angebote für Eltern und Schulen, die einen aktiven Schulweg fördern, darunter zum Beispiel der „Bus mit Füßen“ oder der Grundschulwettbewerb „Fit in die Schule, fit für die Zukunft!“.
Weitere Informationen zu den Schulstraßen unter muenchenunterwegs.de/schulstrassen.