Der Mobilitätsausschuss des Stadtrats hat in seiner heutigen Sitzung der Durchführung des Innovationsprojekts SENSE zugestimmt.
Das Projekt läuft ab November für drei Jahre. Das Mobilitätsreferat beschäftigt sich darin gemeinsam mit Partnern aus ganz Europa unter der Federführung der Technischen Universität München (TUM) damit, mehr über die Interaktion autonomer Fahrzeuge mit der Verkehrsinfrastruktur zu lernen. Zudem sollen umweltsensitive und adaptive Verkehrsmanagementsysteme zur Optimierung des Verkehrsflusses entwickelt werden.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms Horizon Europe von der Europäischen Union gefördert. Die Landeshauptstadt erhält eine 100-prozentige Förderung.
Das Projekt SENSE legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer*innen und ein umweltsensitives Verkehrsmanagement. Dabei sollen Verkehrs- und Umweltdaten eines spezifischen Kreuzungsbereichs in Echtzeit genutzt werden, um den Verkehrsfluss – zum Beispiel durch angepasste Ampelschaltungen – zu verbessern.
Ein Fokus liegt dabei auf dem Schwerlastverkehr. Im Rahmen des Projekts sollen zudem verschiedene Anwendungsfälle mit einem autonomen Shuttle und dem autonomen Fahrzeug „EDGAR“ der TUM getestet und mit den gewonnenen Erkenntnissen unmittelbar in den Straßenraum übertragen werden. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist der Aufbau einer Testkreuzung mit intelligenter Datenerfassung. Diese kann alle Verkehrsarten erkennen und den Verkehr bedarfsgerecht steuern.