Sicher unterwegs auf dem Weg zur Schule

Tipps für den Schulweg: mit dem Fahrrad

Tipps für den Schulweg: mit dem Fahrrad

Ein aktiver Schulweg ist für Kinder wichtig. Er bedeutet Lernen und Erleben und prägt fürs Leben. Und er soll Spaß machen!

Kinder bis zum achten Lebensjahr müssen auf Gehwegen oder auf den baulich von der Fahrbahn getrennten Radwegen fahren. Kinder von acht bis zehn Jahren dürfen sich aussuchen, ob sie lieber auf dem Gehweg oder auf Radwegen fahren. Ab dem zehnten Geburtstag müssen alle radfahrenden Kinder den Radweg oder die Fahrbahn nutzen. Eine Aufsichtsperson ab 16 Jahren darf übrigens das auf dem Gehweg radelnde Kind begleiten und auch auf dem Gehweg fahren. Die Eltern dürfen entscheiden, ab wann ein Kind zur Schule radeln darf - diese Entscheidung hängt von der Reife des Kindes ab. Unsichere Kinder sollten etwas länger auf dem Fahrrad begleitet werden.

Mit unserem Fahrradschulwegportal können Sie den sichersten Weg zur Schule planen. Den Link finden Sie in der gelben Infobox. Wir haben Ihnen im Folgenden noch ein paar Tipps für eine gute Wegeplanung zusammengestellt:. 

  • Suchen Sie einen Weg, auf dem möglichst wenige Straßen überquert werden müssen.
  • Wählen Sie für die Straßenüberquerung grundsätzlich Kreuzungen, Einmündungen oder Verkehrshelferübergänge. Auf keinen Fall Streckenabschnitte dazwischen. Viel befahrene Straßen sollten an einer Ampel überquert werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über die Stellen, die es meiden sollte, und erklären Sie, warum.
  • Üben Sie die gewählte Strecke bereits vor Schulbeginn gemeinsam mit Ihrem Kind - beispiels­weise während der Sommerferien.
  • Notieren Sie sich, wie viel Zeit Ihr Kind für den Schulweg benötigt und planen Sie später so, dass sich Ihr Kind circa 15 Minuten vor Schulbeginn in der Nähe des Schulgebäudes befinden wird. So kommt es nicht in Zeitdruck und vermeidet eventuell gefährliche Verkehrssituationen leichter.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass es wichtig ist, an Kreuzungen und bei Ein- und Ausfahrten besonders aufmerksam und vorsichtig zu sein. Im Zweifelsfall lieber stehen zu bleiben!
  • Auch wenn die meisten Lkws mit Spiegeln und technischen Assistenten haben, und an vielen Kreuzungen Spiegel hängen, kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, weil Radfahrende beim Abbiegen übersehen werden. Damit ihr Kind gut gesehen wird, sollte es nicht direkt neben einem Lkw an einer Kreuzung stehen, sondern besser rechts hinter dem Fahrzeug auf der Radspur. Wenn sich Ihr Kind an Kreuzungen mit viel Verkehr unsicher fühlt, kann es absteigen und das Fahrrad über die Fußgängerampel schieben.
  • Ihr Kind sollte mindestens 1,5 Meter Abstand zu parkenden Autos halten, um sogenannte „Dooring-Unfälle“ zu vermeiden. So werden Unfälle genannt, bei denen Radfahrende aufgrund plötzlich geöffneter Autotüren stürzen. Ihr Kind sollte zudem seine Fahrspur zuverlässig halten, damit andere Verkehrs­teilnehmende nicht zu gefährlichen Ausweichmanövern verleitet werden.
  • "Nicht tarnen, sondern warnen"! Achten Sie auf die Kleidung Ihres Kindes. Mit helleren Farben oder reflektierendem Zubehör wird Ihr Kind von anderen Verkehrsteilnehmenden besser gesehen. Dies ist gerade im Winter, wenn es noch dunkel ist, oder bei trübem Wetter besonders wichtig.
  • Und bitte nicht den Helm vergessen! Gerade bei sogenannten „Alleinunfällen“, also bei einem Sturz ohne Beteiligung anderer Personen,kann ein Helm schlimme Kopfverletzungen zu vermeiden. Helme können durchaus ein stylisches Radl-Accessoire sein.

Für einen sicheren Schulweg gilt: Üben, üben, üben! Durch ausreichend Training lernt Ihr Kind, sich sicher, regel- und selbstbewusst im Straßenverkehr zu bewegen. Radeln Sie gemeinsam mit Ihrem Kind zum Einkaufen oder auch einfach so in Ihrer Freizeit - je häufiger Ihr Kind auf dem Rad unterwegs ist, desto besser lernt es die Regeln und wendet sie an. 

Radeln bei Wind und Wetter
Es gibt gute Gründe, auch im Herbst oder Winter in die Pedale zu treten. Die regelmäßige Bewegung hält fit, stärkt das Immunsystem und sorgt auch in der dunklen Jahreszeit für etwas Ausgleich zum oft bewegungsärmeren Alltag. Außerdem macht es gute Laune! 

Wichtig ist natürlich die richtige Kleidung und Ausstattung: Jacke, Schuhe und insbesondere Handschuhe sollten winddicht und warm sein. Wählen Sie eine Mütze, die gut unter den Helm passt. Und das Fahrrad sollte natürlich verkehrssicher sein. Bei Regen helfen Fahrradregenjacke, Regenhose und Helmüberzug. Für den Schulranzen gibt es Regenhüllen. Wichtig sind auch gute Schutzbleche, damit das Wasser nicht nach oben spritzt. Bei Nässe braucht vor allem die Kette regelmäßig Pflege und sollte daher regelmäßig gereinigt und geölt werden.

Der Schulradeln-Wettbewerb
Parallel zum stadtweiten STADTRADELN findet in München jährlich das Schulradeln statt. Bei dem Wettbewerb werden die fahrradaktivsten Teams und Schulen in Bayern gesucht. Es können sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern, Lehrkräfte und Angestellte für die jeweilige Schule in die Pedalen treten. Der Wettbewerbszeitraum läuft immer über drei Wochen.

 

 

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