München stärkt die Rad-Infrastruktur

Der Münchner Radentscheid

Der Münchner Radentscheid

Die Landeshauptstadt München setzt die Forderungen der beiden Bürgerbegehren "Altstadt-Radlring" und "Radentscheid" bis 2025 weitgehend in die Tat um. Los geht es im Sommer 2020 mit breiten, beidseitigen Radwegen in einem Teilbereich der Blumenstraße.

Im Juli 2019 hatte sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, die Forderungen der beiden Bürgerbegehren zu übernehmen, da sich deren Ziele in weiten Teilen mit den Plänen der Stadt zum Ausbau des Radverkehrs decken und immer mehr Menschen das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel nutzen.

Altstadt-Radlring

München soll einen durchgängigen und sicheren Radlring rund um die Altstadt bekommen. Gestartet wird in der Blumenstraße, wo ab Sommer 2020 zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Papa-Schmid-Straße beidseitig 2,80 Meter breite Radwege mit einem je 50 Zentimeter breiten Sicherheitstrennstreifen angelegt werden. Der schhmale Gehweg auf der Südseite der Blumenstraße wird verbreitert. Für den Autoverkehr wird es stadteinwärts nur noch eine Fahrspur geben, 17 Längsparkplätze fallen weg. Die Kosten für diesen ersten Teilabschnitt des Altstadt-Radlrings belaufen sich auf 5,5 Millionen Euro. Weitere Abschnitte werden folgen.

Radentscheid

In München soll die Rad-Infrastruktur mit verschiedenen Maßnahmen massiv gestärkt werden. Im Dezember 2019 und im März 2020 hat der Stadtrat zwei Bündel aus jeweils zehn Maßnahmen beschlossen: In 20 Straßen sind auf beiden Seiten neue, breitere oder besser markierte Radwege geplant. Vor der Umgestaltung werden verschiedene Varianten entworfen und mit Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Bezirksausschüssen diskutiert. In jedem neuen Quartal soll ein weiteres Maßnahmenbündel folgen. Bereits laufende Projekte werden an die im Bürgerbegehren genannten Ziele angepasst, etwa Radwege rot zu markieren, Kreuzungen sicherer zu gestalten, mehr Fahrradabstellplätze zu schaffen oder mehr Grüne Wellen auf wichtigen Radrouten zu installieren.

Nützliche Infos